Kampf zwischen ethnischen Gruppen tobt in Mali

Laut offiziellen Angaben haben Angehörige der Bevölkerungsgruppe der Peul in Mali 30 Tuareg getötet. Nun greift die Regierung ein und schickt Soldaten in die Region. Sie sollen die Bewohner schützen.

Bewaffnete Angehörige der Bevölkerungsgruppe Peul haben nach offiziellen Angaben mindestens 30 Tuareg getötet.

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Die ethnischen Gruppen der Peul und Tuareg machen sich immer wieder gegenseitige Vorwürfe. Unter anderem geht es um Raubüberfälle. Und es geht um Viehdiebstähle.

Die Täter hätten ihre Opfer aus Rache für die Entführung eines Stammesmitglieds getötet, sagte ein Regionalbeamter der Nachrichtenagentur AFP. «Unsere Verwandten wurden kaltblütig ermordet», erklärte ein anderer Abgeordneter nach dem Vorfall im nördlich von Gao gelegenen Tamkutat. Aus Kreisen der staatlichen Streitkräfte hiess es, unter den Ermordeten sei ein Kind.

Regierung schickt Soldaten

Zudem hätten nur wenige Verletzte überlebt. Demnach waren die Tuareg auf dem Rückweg von einem Markt angegriffen worden. Eines ihrer beiden Fahrzeuge sei angezündet worden.

Nun hat die Regierung in Mali Soldaten in den Norden des westafrikanischen Landes geschickt. Sie sollen die Bewohner der Region vor Auseinandersetzungen zwischen ethnischen Volksgruppen beschützen.