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Attacke in Berliner U-Bahn Knapp drei Jahre Haft für brutalen Fusstritt

Die Tat war von Überwachungskameras aufgezeichnet worden und hatte Entsetzen ausgelöst.

Angeklagter verdeckt Gesicht mit Mappe.
Legende: Der 28-jährige Angreifer entschuldigte sich für die Tat. Keystone

Das Landgericht Berlin sprach den 28-jährigen Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung schuldig. Der Mann war geständig und hat sich im Prozess für seine Tat entschuldigt.

Tritt in den Rücken

Im letzten Oktober haben Kameras im Berliner U-Bahnhof Hermannstrasse festgehalten, wie der nun Verurteilte eine Studentin mit einem wuchtigen Tritt in den Rücken eine Betontreppe hinuntergestossen hat. Vor Gericht sagte er aus, er könne sich an nichts mehr erinnern. Die Bilder der Überwachungskamera haben weitum Entsetzen ausgelöst.

Traumatisiertes Opfer

Die junge Frau erlitt beim Sturz einen Armbruch und eine Platzwunde am Kopf. Im Prozess sagte sie, sie habe monatelang unter der Attacke gelitten und in der ersten Zeit den Kontakt zur Aussenwelt gemieden.

Das Urteil

Das Gericht blieb mit seinem Urteil von zwei Jahren und elf Monaten Haft unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte für eine Bewährungsstrafe plädiert. Ein psychiatrischen Gutachten bescheinigte dem Täter verminderte Schuldfähigkeit – wegen einer organischen Hirnstörung als Folge eines Autounfalls sowie wegen Missbrauchs von Alkohol und Drogen.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Willi Fetzer (wi)
    Bin leicht verwirrt,jedoch ohne Alkohol! IV- und SUVA-STELLEN sind die jeweils auch so mild beim Aussprechen für Ergänzungsleistungen oder Renten bei Antragsstellern?
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  • Kommentar von Edi Steinlin (stoni)
    Kennen Sie Urteile, in denen angetrunkene Autofahrer, die jemanden verletzt haben milde bestraft wurden ? Ich kenne keine, nicht ein einziges.
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  • Kommentar von Alfons Bauer (frustriert)
    "Brutaler Fusstritt" und nur drei Jahre Haft passen für einen Mordversuch nicht zusammen. Dann noch ein gutmütiger Psychiater, der dem Täter mal schnell eine Hirnstörung wegen eines angeblichen Autounfalls attestiert (andere mit Behinderung kämpfen jahrelang um eine IV-Rente) und natürlich darf der Alkohol nicht fehlen. Vor einer Straftat immer schön volllaufen lassen.
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    1. Antwort von Simon Balmer (geza)
      Ich will den Täter nicht in Schutz nehmen, doch von Mord kann keine Rede sein. Wenn, dann eher versuchter Totschlag. Auf Totschlag stehen in der CH 5 Jahre (auf Mord 20!), der Versuch & die Gutachten ziehen dann den Rest noch ab. Auch wenn es eine abscheuliche Tat ist, es ist auf Grund unserer Gesetzgebung ein nachvollziehbares Urteil.
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