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International Kurz vor Waffenruhe: Kämpfe in Syrien dauern an

Stunden vor einer vereinbarten Waffenruhe gehen die Kämpfe in Syrien unvermindert weiter. Besonders um die nordsyrische Metropole Aleppo habe es heftige Gefechte gegeben, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Mann versucht Feuer zu löschen
Legende: Nach Luftangriffen auf Rebellen-Gebiete in Douma kam es zu Bränden und Zerstörung. Keystone

Die Kämpfe in Syrien gehen unvermindert weiter. Kampfflugzeuge flogen zahlreiche Angriffe auf die nordsyrische Metropole Aleppo. Dies teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Auch in der Provinz Idlib und nahe der Hauptstadt Damaskus hätten Kampfjets Angriffe geflogen.

Die Feuerpause soll zur Zeit des Sonnenuntergangs am Montagabend (etwa 17.45 Uhr MESZ) in Kraft treten. US-Aussenminister John Kerry und der russische Chefdiplomat Sergej Lawrow hatten einen entsprechenden Plan in der Nacht zum Samstag in Genf vorgestellt. Russland ist mit der syrischen Regierung verbündet, die USA unterstützen gemässigte Rebellengruppen.

Einhaltung nicht gesichert

Mehrere syrische Rebellengruppen haben ihre Bereitschaft zur Einhaltung der Waffenruhe signalisiert. Die Freie Syrische Armee, die diverse Gruppierungen der Aufständischen unter ihrem Dach bündelt, erklärte in einem Brief an die USA am Sonntag, sie werde «positiv kooperieren».

Allerdings wird in dem Schreiben auch die Sorge geäussert, dass die Regierung in Damaskus in erster Linie von dem Abkommen profitieren könnte.

Aus dem Text ging nicht explizit hervor, dass die Rebellen sich an die Abmachung halten werden. Zwei Aufständische sagten aber der Nachrichtenagentur Reuters, sie würden die Waffenruhe respektieren, wenn diese am Montagabend in Kraft tritt.

Eine der grössten islamistischen Rebellengruppen, Ahrar al-Sham, hat die Waffenruhe dagegen indirekt abgelehnt. Die Feuerpause würde die Regierung von Präsident Assad nur stärken und das Leiden der Menschen erhöhen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Zu hoffen ist, dass die Hadsch-Pilger die unschuldigen Opfer des Syrienkrieges ins Gebet miteinschliessen.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Der Waffenstillstand wird scheitern, soviel zeichnet sich ab, weil es in Syrien die vielgenannten "moderaten" Rebellen nicht gibt, die sich jetzt von Al-Kaida distanzieren könnten. Sie alle, auch die FSA, lehnen den Kerry/Lavrov-Plan ab. Damit bricht das westliche Narrativ endgültig zusammen. Jede Legitimationsbasis für die Unterstützung der Rebellen ist ab sofort entfallen, es sei denn, man unterstützt offen Al-Kaida.
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  • Kommentar von Beat Gurzeler (B.Gurzeler)
    Warten wir ab wie lange dieser Waffenstillstand hält, so halte ich es, bevor ich mir grosse Hoffnung mache. es wäre zu wünschen.
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