Lawrow kritisiert Nato wegen Ukraine

Die Nato hat die Regierung der Ukraine wegen der Gewalt gegen Demonstranten kritisiert. Russlands Aussenminister Lawrow ist darüber empört.

Porträt Lawrow. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Russlands Chefdiplomat Lawrow zeigt sich ungehalten über die Einmischung der Nato in ukrainische Angelegenheiten. Reuters

Der russische Aussenminister Sergej Lawrow hat die Erklärung der Nato zur politischen Lage in der Ukraine als Einmischung in innere Angelegenheiten des Landes kritisiert.

Wie stark ist die Opposition in der Ukraine?

4:22 min, aus SRF 4 News aktuell vom 03.12.2013

Das gebe ein völlig «verzerrtes Bild der Lage». Er verstehe nicht, weshalb die Nato solche Erklärungen abgebe, sagte Lawrow nach einem Treffen mit seinen Nato-Kollegen in Brüssel.

«Wir rufen dazu auf, dass sich niemand in diese Situation einmischt», sagte er. Das von Protesten erschütterte Land müsse seine «verfassungsmässige Ordnung» wiederherstellen.

Der Staat habe das Recht, gegen aggressive Demonstranten vorzugehen, sagte Lawrow. Lawrow äusserte zudem Unverständnis für das «Ausmass der Aggressivität», die von der Opposition ausgehe. Es sei Sache der ukrainischen Regierung, über die Unterzeichnung von Abkommen zu entscheiden.

Ukrainische Machtprobe – die Akteure

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Keine Ruhe in Kiew

    Aus Tagesschau vom 4.12.2013

    Trotz gescheitertem Misstrauensantrag im Parlament gehen die Demonstrationen der Opposition weiter. Der frühere Boxer und Führer der Oppositionspartei, Vitali Klitschko, verlangt nachdrücklich den Rücktritt des Präsidenten und des Premierministers.

  • «Die Ukraine gehört zu Europa»

    Aus Echo der Zeit vom 1.12.2013

    Aus Wut über die Europa-Politik der Regierung haben weit über 100‘000 Menschen in Kiew protestiert. Die Demonstranten forderten den Rücktritt des ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch. Am Rande der Kundgebung kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei.

    Peter Gysling