Machetenangreifer von Charleroi identifiziert

In der Stadt Charleroi sind zwei Sicherheitskräfte durch einen Angriff mit einer Machete verletzt worden. Der Täter wurde von einem Polizisten angeschossen und erlag später seinen Schussverletzungen. Beim Täter handelt es sich um einen Migranten aus Algerien.

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Macheten-Angriff in Charleroi

0:45 min, aus Tagesschau vom 6.8.2016

Noch sind die Hintergründe der Macheten-Attacke unklar, nur die Identität des Täters steht fest: Es handle sich um einen 33 Jahre alten Algerier, der seit 2012 in Belgien lebte, teilte die Staatsanwaltschaft nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga am Sonntag mit. Er sei der Polizei wegen anderer Vergehen bekannt gewesen, aber nicht im Zusammenhang mit Terrorismus.

Der Mann hatte am Samstag in der belgischen Stadt Charleroi zwei Polizistinnen mit einer Machete angegriffen und verletzt, eine davon schwer. Ein Polizist schoss ihn nieder, kurz darauf starb der Mann im Spital.

Der Angreifer habe «Allahu Akbar» – arabisch für «Gott ist am grössten» – gerufen, als er auf die beiden Frauen vor der Hauptwache losgegangen sei, teilte die Polizei via Twitter mit.

Premierminister verurteilt Angriff

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu der Macheten-Attacke auf die zwei Polizistinnen bekannt. Der Mann sei einer ihrer «Soldaten» gewesen, teilte die Terrormiliz über das IS-Sprachrohr Amak mit. Diese Angaben sind bisher aber nicht offiziell bestätigt.

Jedoch sagte Ministerpräsident Charles Michel zum Fernsehsender RTL, erste Hinweise deuteten «sehr deutlich» auf einen terroristischen Hintergrund der Tat. «Ich verurteile den Angriff in Charleroi auf das schärfste», schrieb Michel zudem auf Twitter. Innenminister Jan Jambon sprach von einer «abscheulichen Tat».

Tweet von Charles Michel

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Bildlegende: Charleroi hat etwa 200'000 Einwohner und liegt rund 50 Kilometer südlich von Brüssel. Google Maps

In Belgien sind die Sicherheitskräfte seit den Brüsseler Anschlägen im März in erhöhter Alarmbereitschaft. Damals töteten Islamisten am Flughafen und in der U-Bahn mehr als 30 Menschen. In der Vergangenheit haben islamistische Terroristen von Belgien aus auch in Frankreich zugeschlagen. Einer der Attentäter der Anschlagsserie in Paris vom Januar 2015 unter anderem auf das Satire-Magazin «Charlie Hebdo» hatte Verbindungen nach Charleroi.

Auch der getötete mutmassliche Drahtzieher der Pariser Attentate vom November 2015 mit 130 Todesopfern kam aus Belgien.