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Eine Hand hält eine Ampulle
Legende: Masern-Alarm in Berlin: Seit Anfang Jahr gibt es mehr Fälle als im ganzen Jahr 2014. Keystone
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International Masern-Welle in Berlin fordert Todesopfer

In Berlin ist ein eineinhalbjähriges Kind nach einer Masern-Erkrankung gestorben. Das hoch ansteckende Virus breitet sich seit Anfang Jahr massiv aus. Schulen wurden geschlossen. In der Schweiz sind nur zwei Todesfälle in den letzten 15 Jahren bekannt.

Die deutsche Hauptstadt wird von einer ausserordentlichen Masern-Welle heimgesucht. Seit Anfang Jahr wurden schon über 500 Fälle von dem hoch ansteckenden Virus gemeldet. Das sind mehr als im ganzen Jahr 2014.

Letzte Woche starb ein eineinhalbjähriges Kind an der Masern-Erkrankung. Wie es sich angesteckt hat, ist unklar. Das Kind sei geimpft gewesen – aber nicht gegen Masern, so Berlins Gesundheitsminister.

Aufgrund der starken Häufung der Erkrankungen hat die Gesundheitsbehörde eine Sekundarschule geschlossen. Auslöser war ein an Masern erkrankter Schüler. Der Verlauf der Krankheit war besonders schwer.

Die Schule soll am Dienstag wieder geöffnet werden. 45 Schüler, die mit dem Erkrankten in Kontakt waren, müssen einen entsprechenden Schutz in ihrem Impfpass nachweisen. Ansonsten müssen sie der Schule weiterhin fernbleiben.

Wissenswertes über Masern

Übertragung
Die Viren werden von Mensch zu Mensch durch Tröpfchen übertragen, zum Beispiel beim Husten, Niesen oder Sprechen. Fast jeder Kontakt führt zu einer Ansteckung, wenn ein Mensch nicht gegen Masern geimpft ist - sogar auf mehrere Meter Entfernung.
SymptomeSchon fünf Tage vor dem typischen roten Hautausschlag sind Infizierte ansteckend. Nach grippeähnlichen Anzeichen wie hohem Fieber, Husten und Schnupfen folgt Tage später der Ausschlag und das Fieber steigt erneut. Nach vier Tagen verschwindet der Ausschlag.
Komplikationen
Masern schwächen das Immunsystem. Bronchitis, Mittelohr- oder Lungenentzündungen können die Folge sein, selten auch eine Gehirnentzündung. Daran sterben bis zu 20 Prozent der Betroffenen. Bei fast einem Drittel bleiben schwere Folgeschäden wie geistige Behinderung oder Lähmungen zurück.
TherapieEine Therapie gegen Masern gibt es nicht. Möglich ist nur eine Behandlung der Krankheitsanzeichen wie Fieber. Antibiotika sind gegen Viren-Erkrankungen wirkungslos.
ImpfungDer Impfstoff wird aus abgeschwächten Masernviren hergestellt. Säuglinge sollten mit 11 bis 14 Monaten erstmals geimpft werden. Das kann auch früher sein, wenn das Kind in eine Kindertagesstätte gehen soll. Die Zweitimpfung kann vier Wochen nach der ersten erfolgen und sollte im Alter von 15 bis 23 Monaten verabreicht werden. Erwachsene mit unklarem Impfstatus sollten sich impfen lassen.

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Der tödliche Verlauf von Masern ist relativ selten. In der Schweiz sind laut BAG folgende Fälle bekannt:

  • 2009 stirbt ein 12-jähriges Mädchen. Da sie in Frankreich wohnhaft war, taucht sie in den Schweizer Statistiken nicht auf
  • 2002 gab es einen Todesfall aufgrund einer Maserninfektion

Informationen vom BAG zur Krankheit finden Sie hier.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Weiler , St. Gallen
    Durchgeimpft ausser Masern? Hallo? Diese Impfung hätte explizit ausgeschlossen werden müssen. Also: Hier wird kräftig mit der Angstkeule geschwungen, um auf eine künftige Impfpflicht hin zu arbeiten. Diese hat zuallerletzt das Wohl des Menschen im Visier.
    1. Antwort von Andrea Müller , Zürich
      Äh ja, und? Vielleicht ist das Kind auf die Masernimpfung allergisch und konnte nicht geimpft werden, und wurde von einem anderen nicht-geimpften Kind angesteckt.
  • Kommentar von C. Kohler , Bern
    Informationen zu Masern: http://www.impfungen-und-masern.de/
    1. Antwort von Otto Würz , Winterthur
      @Kohler: das ist keine Informationsseite sondern eine Desinformationsseite.
    2. Antwort von F. Lorez , Luzern
      Wer sollte Desinformationen verbreiten, die eine kritische Auseinandersetzung mit Impfungen ermöglichen? Wer profitiert? Welchen Wirtschaftlichen Vorteil hat er? Will er Tote? btw: 2 Tote in 15 Jahren. Schweizweit. Das ergibt für mich eine Wahrscheinlichkeit an Masern zu sterben von ca. 1:50'000'000 Wieso sollte ich für eine solch geringe Todesgefahr meine Gesundheit aufs Spiel setzen? Trotzdem sind Todesfälle natürlich immer schlimm. Den Angehörigen wünsche ich alles gute.
    3. Antwort von Thomas Halter , Bern
      @F. Lorez: Das ist der springende Punkt. Überlegen Sie mal, wieso die Anzahl der Todesfälle so gering ist. Kleiner Tipp: Die Durchimpfungsrate für Masern in der schweizer Bevölkerung beträgt ca. 90%.
  • Kommentar von Xaver Reichart , Kaiseraugst
    Forrtsetzung von vorhin: Mit der Angst der Menschen haben bestimmte Leute immer schon ein gutes Geschäft gemacht. Seien es nun die Konzerne (siehe Taminflu), viele der Religionen und politische Gruppierungen; auch die Medien. Ich glaube wir sollten uns ein wenig eine distanzierte Haltung und Blickweise auf die Dinge erhalten. Wenn Menschen sich dazu entscheiden, keine Impfung durchzuführen, dann haben diese vielleicht ihre Gründe; aber Hexenwahn und Verfolgung gibt es immer noch-in anderer Form.