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International Massenexekution im Irak: IS-Kämpfer töten 200 Menschen

Anhänger des selbst ernannten Islamischen Staats sollen Hunderte Sunniten eines verfeindeten Stamms hingerichtet haben. Unter den Getöteten befinden sich zahlreiche Frauen und Kinder. Derweil haben kurdische Peschmerga-Kämpfer einen neuen Versuch gestartet, den Vormarsch der Terrormiliz zu stoppen.

Legende: Video «Ring der IS-Terroristen zieht sich enger zu» abspielen. Laufzeit 2:40 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.11.2014.
Blut und ein Schuh auf einer Strasse
Legende: Allein in der vergangenen Nacht sollen IS-Schergen im Irak 67 Menschen getötet haben. Keystone/archiv

Die Terrormiliz «Islamischer Staat» hat innerhalb von drei Tagen in der irakischen Provinz Anbar 200 Menschen bei Massenerschiessungen umgebracht.

Laut einer irakischen Sicherheitsbeamtin handelt es sich bei den Getöteten um Angehörige eines Stammes, der zusammen mit irakischen Regierungstruppen den «Islamischen Staat» bekämpft. Unter den Getöteten befänden sich auch Frauen und Kinder.

Alleine in der letzten Nacht habe die Terrormiliz fast 70 Menschen ermordet. Die Provinz Anbar, westlich der Hauptstadt Bagdad, gehört zu den am heftigsten umkämpften Regionen in Irak.

Offensiven gestartet

Derweil haben kurdische Peschmerga eine neue Offensive begonnen, um die Stadt Sindschar von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu befreien. Die Kämpfer griffen die Extremisten von mehreren Seiten mit schweren Waffen an, wie kurdische Quellen sagten.

Karte Kobana
Legende: Die Verstärkung für die Kurden in Kobane ist nun eingetroffen. SRF

Im nordsyrischen Kobane bezogen die Peschmerga aus dem Nordirak kurz nach Ankunft in der Stadt ihre Stellungen. Rund 150 Kämpfer sollen den Kurden helfen, die Stadt an der Grenze zur Türkei gegen den IS zu verteidigen.

Die Terrormiliz beherrscht das Umland und rund 60 Prozent von Kobane. Ein Sieg wäre für sie militärisch, vor allem aber auch symbolisch ein grosser Erfolg, da selbst US-Luftangriffe sie nicht hätten aufhalten können.

Bei den Kämpfen um Kobane kamen in drei Tagen mindestens 100 IS-Kämpfer ums Leben, wie die syrischen Aktivisten mitteilten. Seit Beginn der Schlacht um die Stadt Mitte September seien damit 576 Extremisten getötet worden.

17 Kommentare

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  • Kommentar von W.Ineichjen, Luzern
    Es wird immer wieder behauptet, der Islamismus hätte mit dem Islam nichts zu tun. Das ist so wahr, wie Alkoholismus nichts mit Alkohol zu tun hat.
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  • Kommentar von zioso, graubünden
    Wie können Erwachsene nur Kinder hinrichten?? Da kehrt es einem ja den Magen!
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  • Kommentar von Alberto Da Vinci, Pratteln
    Ein konvertierter Schweizer zieht in den Heilligen Krieg mit dem Auftrag Andersgläubige zu töten. Als er merkt, dass er den Kampf verlieren wird kommt er wieder in die Schweiz zurück. Der Irak stellt daraufhin den Antrag diesen auszuliefern. Da ihm dort die Todesstrafe droht kann ihn die Schweiz nicht ausliefern. Das heisst er kommt hier ins Gefängnis und wir als Andersgläubige sollen diesen auch noch durchfüttern. In einem solchen Fall sollte das Völker nicht gelten!
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