Mecklenburg-Vorpommern wählt: Wie stark legen die Rechten zu?

Im ostdeutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wird heute ein neues Parlament gewählt. Laut Umfragen dürfte vor allem die rechtspopulistische AfD zulegen – im Zuge der Flüchtlings-Debatte.

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Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

1:07 min, aus Tagesschau am Mittag vom 4.9.2016

Im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wird heute ein neuer Landtag gewählt. Gut 1,3 Millionen Wahlberechtigte können ihre Stimme abgeben. Mit Spannung wird das Abschneiden der AfD erwartet, die in jüngsten Umfragen auf über 20 Prozent der Stimmen kam.

In dem strukturschwachen und dünn besiedelten Bundesland regiert seit zehn Jahren eine «schwarz-rote» Koalition aus Sozial- und Christdemokraten. Ministerpräsident ist seit 2008 der SPD-Politiker Erwin Sellering. Laut Umfragen dürfte seine Partei kräftig Stimmen verlieren.

Erste Trendrechnungen gegen Abend

Die Christdemokraten von Bundeskanzlerin Angela Merkel würden in etwa bei ihrem schwachen Ergebnis von 2011 verharren. Die erst 2013 gegründete AfD könnte möglicherweise an ihnen vorbeiziehen und den zweiten Platz belegen. Trotzdem hätten die beiden Regierungsparteien zusammen wahrscheinlich noch eine Mehrheit im Parlament.

Insgesamt sind in Mecklenburg-Vorpommern rund 1,3 Millionen Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen. Mit ersten Trendmeldungen wird bei Schliessung der Wahllokale um 18.00 Uhr gerechnet. Das vorläufige amtliche Endergebnis könnte gegen Mitternacht vorliegen.