Millionen Chinesen geht die Luft aus

Die Behörden in Zentral- und Ostchina haben Smog-Alarm ausgerufen. Denn was die Bewohner der bevölkerungsreichen Regionen an Feinstaubpartikeln einatmen müssen, sprengt die gesundheitlich noch vertretbaren Höchstwerte bei weitem.

Smog-Alarm in weiten Teilen Chinas: Seit sechs Tagen hängt die verpestete Luft bereits über den chinesischen Provinzen Jiangsu, Zhejiang, Anhui und Henan, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua mitteilte.

Es gilt die Warnstufe «orange», die zweithöchste in Chinas vierstufigem Smog-Warnsystem.

Das Ende der Weitsicht

In der 15-Millionen-Stadt Shanghai erreichte die Luftbelastung mit gefährlichen Feinstaubpartikeln zwischenzeitlich den Wert von 484 Mikrogramm. Unbedenklich sind laut Weltgesundheitsorganisation WHO noch Werte bis zu 25 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. In einigen Teilen der Stadt ging die freie Sicht auf wenige Meter zurück.

Schuld an der verpesteten Luft sollen Schadstoffe sein, die von der Industrie in den benachbarten Regionen in die Küstenstadt Shanghai geblasen werden.

Am Freitag hatten die Behörden einen Stopp für Bauarbeiten verhängt. Der öffentliche Verkehr wurde eingeschränkt, Schulkinder mussten zu Hause bleiben. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen.