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International Moskau spricht von Waffenruhe – und bombardiert weiter

Zwischen Russland und den USA gibt es nach Angaben des russischen UNO-Botschafters Gespräche über eine mögliche Waffenruhe in Syrien. Von einem russischen Vorschlag für einen Waffenstillstand ist gar die Rede. Gleichzeitig will Moskau an seinen Luftangriffen festhalten.

Kinder in Häuserruinen
Legende: Kinder in der Stadt Douma bei Damaskus nach einem russischen Luftangriff am 10. Januar. Reuters

Nach dem Unterbruch der Genfer Syriengespräche sind die Hoffnungen auf Frieden im bürgerkriegsgeplagten Land weiterhin nicht sonderlich gross. Immerhin gibt es vor der am Freitag beginnenden Sicherheitskonferenz in München zumindest Anzeichen für weitere diplomatische Anstrengungen. Russland gibt gar vor, konkret über ein Ende der Kämpfe zu sprechen, hält zugleich aber an seinen Luftangriffen fest.

«Humanitäre Pause» versus Waffenruhe

Laut Angaben des russischen UNO-Botschafters Witali Tschurkin soll es zuletzt Gespräche über eine mögliche Waffenruhe gegeben haben. Russland sei bereit, über alle «sinnvollen Vorschläge» für eine Feuerpause nachzudenken. Ein Insider berichtet von einem russischen Vorschlag für eine Feuerpause ab dem 1. März.

Gleichzeitig bekräftigte Tschurkin, die einfache Ankündigung einer «humanitären Pause» sei angesichts anhaltender Kämpfe von Terroristen und anderen radikalen Gruppen unrealistisch. Forderungen mehrerer Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates, die russischen Luftangriffe in Syrien zu beenden, wies Tschurkin zurück.

Skepsis in Washington – stärkt Moskau den IS?

Ein Vertreter einer westlichen Regierung sagte der Nachrichtenagentur Reuters denn auch, es gebe auf Seiten der USA Bedenken zu Teilen des russischen Angebotes. Man habe mehrfach zu einer Waffenruhe aufgerufen, erklärte Ned Price, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA. Zu konkreten Vorschlägen äusserte er sich nicht.

Gleichzeitig beschuldigen die USA Russland, mit seinen Luftschlägen in Syrien nicht nur die humanitäre Krise in Aleppo zu verursachen, sondern auch die Terrormiliz Islamischer Staat zu stärken. Dies sagte der Sondergesandte für die Koalition gegen den IS, Brett McGurk, in einem Hearing des Repräsentantenhauses.

Die USA und ihre Verbündeten kämen in iherm Kampf gegen den IS voran. Die Koalition sehe sich jedoch auch gewaltigen Herausvorderungen gegenüber: «Unser Fortschritt wird nicht kontinuierlich sein und wir sollten uns auf Rückschläge und Überraschungen einstellen.»

Hunger in Homs

Hunger in Homs

Nicht nur in Aleppo ist die humanitäre Lage dramatisch. In Homs seien nach einer Offensive regierungstreuer Truppen seit Mitte Januar 120'000 Menschen von jeder Hilfe abgeschnitten, teilt heute die UNO mit. Die Brotpreise seien um das Zehnfache gestiegen und für Familien kaum mehr erschwinglich, viele Menschen stürben wegen fehlender Medikamente.

31 Kommentare

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  • Kommentar von A. Schulze (A. Schulze)
    Es ist amüsant zu lesen, wie die US Propaganda am Ende ihrer Argumentationskette angekommen ist und jetzt sogar behauptet, Russland stärke die IS wenn sie Al Qaida angreifen. Einfach nur noch peinlich.
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    1. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      Amüsant zu lesen, wie es Putintrolle gibt, welche die Kreml-Lügenbolde auf Teufel komm' raus verteidigen. Sind immer die gleichen, die sich vorbehaltlos die gleichgeschaltete Propaganda aus dem Kreml zu eigen machen. Nur Meldungen über Siege, nicht das geringste Bedauern über die durch russische Freifallbomben über bewohnten Gebiet angerichteten apokalyptischen Verwüstungen und das unendliche Flüchtlingselend. Russlands Ziel ist ein Vasallen Assad-Rumpfsyrien, nicht den IS zu besiegen.
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  • Kommentar von N. Belg (Sinilga)
    Die Russen in Syrien sind transparent und militärisch hochprofessionell und zudem die einzigen, die legitim dort sind. Sogar franzözische TV hat gern die russische Aufnahmen benutzt als wäre westliche Koalition gegen IS so zielgenau. Und so genau, dass die westliche Hysterie geht weiter, mit ihren Lügen beschuldigen Russland in Bombardierung der Zivilbevölkerung. Schande für die "zivilisierte" Welt!
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  • Kommentar von Marc Hofer (M. Hofer)
    Wasser predigen und Wodka trinken..... Bei Putin weiss man, das was er sagt und macht immer das Gegenteil die Konsequenz sein wird. Welches Land, bzw. welche unschuldige Menschen werden wohl als nächstes dran Glauben müssen.
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    1. Antwort von Bruno Vogt (b.vogt)
      So so, weiss man das, ja dann wissen sie mehr als ich. Ihre Aussage trifft viel eher auf die USA zu, welche häufig Wass predigt und dann Munition liefert. Haben sie übrigens in Syrien getan das mit den Waffen und ach ja der Jemen über den die Weltgemeinschaft am liebsten gar nicht berichtet, wird auch dank Waffen welche die Saudis von den USA abgekauft haben geführt.
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    2. Antwort von N. Belg (Sinilga)
      Bei W.Putin man ist immer sicher, was er sagt und so ist es!!! Bei anderen ist alles abhängig von Politwetter, oder von Chief...
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    3. Antwort von A. Schulze (A. Schulze)
      @Hofer. Wer als nächstes dran glaubt?... Der Iran. Denn der steht auch noch auf der US- Abschuss liste
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