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Nach Terrorwarnung Musikfestival «Rock am Ring» geht weiter

Legende: Video Die «Rock am Ring»-Fans können weiterfeiern abspielen. Laufzeit 01:01 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 03.06.2017.
  • Das Musikfestival «Rock am Ring» auf dem deutschen Nürburgring wird nach der Unterbrechung wegen eines Terroralarms fortgesetzt.
  • Die Polizei Koblenz bestätigte auf Twitter: «Wir freuen uns mit euch. Es geht weiter!»
  • Drei Personen wurden laut der Polizei festgenommen, befinden sich inzwischen aber wieder auf freiem Fuss.

Die drei vorläufig Festgenommenen werden laut den Ermittlern der hessischen Salafistenszene zugerechnet. Inzwischen habe sich die Verdachtslage aber deutlich relativiert, teilte die Polizei mit. Die Personen seien am Samstagmorgen wieder auf freien Fuss gesetzt worden. Nach ersten Erkenntnissen hatte mindestens eine der Personen über beteiligte Firmen Zugang zu sicherheitsrelevanten Bereichen.

Die Polizei hatte bei ihren Durchsuchungen auf dem Festivalgelände in der Eifel keine verdächtigen Gegenstände gefunden. Es seien unter anderem die Bühnenbereiche und andere Eventflächen abgesucht worden, sagte ein Polizeisprecher.

Freude beim Veranstalter

Die Erleichterung ist gross – besonders auch bei den Organisatoren. Das Gelände werde um 13.30 Uhr wieder für die Fans geöffnet. Der Konzertveranstalter Marek Lieberberg schreibt auf der Festival-Website: «Das ist die Nachricht, auf die alle «Rock am Ring»-Fans warten. Nach intensiven Durchsuchungen des gesamten Festivalgeländes haben sich die Verdachtsmomente für eine akute Gefährdungslage nicht erhärtet.»

Die Polizei habe «grünes Licht für eine Wiederaufnahme der Aufbauarbeiten auf den Bühnen» gegeben. Lieberberg dankte den Besuchern für «unglaublich diszipliniertes Verhalten und die vorbildliche Kooperation».

Zehntausende Festival-Besucher beim Verlassen des Geländes.
Legende: Zehntausende mussten am Freitagabend das Festival-Gelände verlassen. Keystone

Zehntausende Fans vor Ort

Das dreitägige Festival war am Freitagabend wenige Stunden nach dem Auftakt unterbrochen worden. Die Polizei hatte nach eigenen Angaben Hinweise auf eine mögliche terroristische Gefährdung.

Zehntausende Fans wurden per Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, das Gelände zu verlassen. Unter anderem der Auftritt der Band Rammstein, einer der Topacts des Festivals, musste abgesagt werden.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Kirchhoff (Charly)
    Die Alternative wäre alle Veranstaltungen abzubrechen und abzusagen, jeder bleibt Zuhause, geht nicht mehr in den Biergarten, die Chilbi oder den Weihnachtsmarkt und man erklärt den Terrorismus zum Sieger. Das verursacht aber Unsummen an Steuerausfällen. Nein danke!
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Niemand muss Zuhause bleiben & in den Biergarten, die Chilbi, oder an einen Weihnachtsmarkt kann Mensch weiterhin. Aber auffallend ist doch, dass sich nach einem Attentat dann Grossanlass an Grossanlass reiht. Nur schon aus einer Trotzreaktion heraus. Das muss ja nicht unbedingt sein, denn es kann ja auch als Provokation verstanden werden. Halten wir diesbezüglich die Füsse etwas stiller, fällt uns deshalb kein Zacken aus der Krone & verpassen tun wir auch nichts.
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  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    Wiederholte Lippenbekenntnisse: "Wir lassen nicht zu, dass der Terrorismus unser Leben beeinflusst". Realität Nr. 1: Nach einem tatsächlich erfolgten, aber glimpflich verlaufenen Anschlag jammert ein Fussball-Trainer so sehr herum, dass er geradezu um seine Entlassung bettelt. Realität Nr. 2: Aufgrund eines Hinweises, der sich nicht erhärtet (man nennt das auch "Fehlalarm"), werden Zehntausende vorübergehend evakuiert. Eine Super-Plattform für echte Terroristen und Trittbrettfahrer!
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Dieses "wir lassen nicht zu, dass der Terrorismus unser Leben beeinflusst", kostet aber sämtliche Steuerzahler Unsummen für den Sicherheits-Apparat, welcher jetzt bei jeder grösseren Veranstaltung aufgefahren werden muss.
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