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International Netanjahu warnt Palästinenser vor einseitigen Schritten

Der palästinensische Vorstoss, ein gutes Dutzend internationale Abkommen zu unterzeichnen, sorgt in Israel für Empörung. Premierminister Netanjahu warnt, auch Israel werde darauf «mit einseitigen Schritten» reagieren. Ein weiterer Rückschlag für die ohnehin stockenden Friedensverhandlungen.

Die Hoffnungen auf Fortschritte im Nahost-Friedensprozess schwinden. Einmal mehr verschärft sich der Ton zwischen Israel und den Palästinensern. Jüngster Streitpunkt: Ein von den Palästinensern angekündigter Vorstoss, im Alleingang die Beitrittsdokumente zu 15 internationalen Vereinbarungen und Konventionen zu unterzeichnen.

«Verhandeln nicht um jeden Preis»

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu reagierte empört. «Auf einseitige Schritte der Palästinenser werden wir mit eigenen einseitigen Schritten reagieren», drohte er am Sonntag. Das Vorhaben der Palästinenser würde «ernsthaft gegen die Vereinbarungen verstossen, die mit US-Vermittlung erzielt worden sind.» Israel sei an der Fortsetzung der Friedensgespräche interessiert, sagte Netanjahu weiter – allerdings nicht um jeden Preis.

Israel und die Palästinenser führen seit vergangenem Juli eine neue Runde von Friedensverhandlungen unter Vermittlung der USA. Allerdings sind die Gespräche zurzeit an einem schwierigen Punkt angelangt. US-Aussenminister John Kerry – er hatte die neue Runde eingefädelt und seither unermüdlich begleitet – drohte am Freitag mit einem Rückzug aus den Verhandlungen, sollten sich beide Seiten nicht stärker um Kompromisse bemühen.

Neuerliche Gewalt

Derweil kam es in der Region zu neuer Gewalt. Israelische Kampfflugzeuge griffen
in der Nacht zum Sonntag fünf Ziele im Gazastreifen an. Opfer gab es dabei nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Israel reagierte damit nach eigenen Angaben auf Raketenangriffe militanter Palästinenser aus dem Gazastreifen.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von kari huber, surin
    Was sind das für Verhandlungen, wo der "Pate" doch erklärtermassen "bedingungslos hinter Israel" steht? Wäre es nicht endlich Zeit für ein UNO-Tribunal, welches in Palästina Recht schafft und dann eine militärische Durchsetzungsmacht mit chinesischer, russischer und amerikanischer Beteiligung?
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    1. Antwort von Björn Christen, Bern
      So so, Huber Kari, Sie wollen also Israel vor ein UNO-Tribunal stellen, weil sich die phösen Juden weigern, sich in die Grenzen von 1967 zurückzuziehen - dieselben Grenzen in denen sie 1967 hinterhältig angegriffen wurden, weil es den Arabern zuviel Israel war. Was Israel bei einer geräumten West Bank erwartet, weiss man spätestens seit dem Abzug aus Gaza 2005. Als Dank gab es keinen Frieden, sondern endlosen Selbstmord- und Raketen-Terror der Hamas. Das tun sich die Israelis nicht mehr an.
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  • Kommentar von jo.schiller, magden ch
    Israel sollte mal ruhe geben denn sie bekommen viel zu viel geld vom ausland !! Sie nehmen anderen das land für sich um siedlungen zu bauen!!das entspricht nicht dem völcherrecht!! Mann sollte auch andere leben lassen!! Danke.
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    1. Antwort von Björn Christen, Bern
      @Schiller - Sie sollten sich mal informieren anstatt hier Unwissenheit zu verbreiten. 1) baut Israel in der West Bank in Gebieten, die nach derzeitigen Plänen bei einer 2-Staaten-Lösung so oder so Israel zugeschlagen würden. 2) tut Israel damit nichts anderes als die Polen und die Russen im ehemaligen Ostpreussen, Land das D'land durch Hitlers Aggressionskrieg im Osten verlor. Die West Bank ging '67 nach einem verlorenen Aggressionskrieg der Jordanier an Israel - einen Staat gab es dort nie!
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  • Kommentar von O. Toneatti, Bern
    Die Taktik der Israelis scheint aufzugehen: Jahrzehntelang gewollt ergebnislos verhandeln und gleichzeitig erobertes Land verbotenerweise mit Siedlungen bebauen, bis kein grösseres Stück Land mehr für einen Palästinenserstaat vorhanden ist. Und der Weltpolizist USA und gleichzeitig Israels Geldonkel, schauen diesem Treiben schon über 65 Jahre lang zu, ohne etwas dagegen zu unternehmen. Es lebe hoch der "freie Westen", der immer wieder einmal mit zweierlei Ellen zu messen scheint.
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