Neue Flüchtlingswelle erreicht Italien

Auch am Wochenende riss der Flüchtlingsstrom nicht ab. Fast 2000 Flüchtlinge musste die Marine aus dem Meer retten.

Bootsflüchtlinge auf Schiffsdeck sitzend Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im laufenden Jahr sind bereits mehr als 100'000 Flüchtlinge in Italien angekommen. Reuters/archiv

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Rettungsaktion in Ägäis

In der Ägäis hat die griechische Küstenwache innerhalb von 48 Stunden insgesamt 287 Migranten aufgegriffen. 79 davon wurden am Montagmorgen vor den Inseln Chios, Leros und Samos gerettet. Sie hatten ihre Boote zerstört, um die Küstenwache zur Rettung zu zwingen. Die Flüchtlinge stammten überwiegend aus Syrien und Afghanistan.

Die italienische Marine hat über das Wochenende mehr als 1900 Bootsflüchtlinge aus Nordafrika im Mittelmeer gerettet. Die Marine brachte sie aufs Festland. Etwa 700 Migranten kamen mit dem Amphibienfahrzeug «San Giusto» in Salerno an, wie die Marine mitteilte.

Eine Fregatte hatte bereits am Freitag über 100 Flüchtlinge in Neapel an Land gehen lassen. In Reggio Calabria wurden 212 Migranten aufgenommen. Küstenwache und mehrere Handelsschiffe unterstützten die Marine. Zwei Migranten überlebten die gefährliche Überfahrt nicht.

Damit sind in diesem Jahr mehr als 100'000 Menschen meist mit kaum seetüchtigen Booten von Nordafrika aus nach Italien geflohen. 2013 waren es insgesamt nur 43‘000.