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International Neuer Fall von US-Polizeigewalt

Erneut ist ein unbewaffneter Schwarzer von einem weissen US-Polizisten erschossen worden. Das Opfer soll unbewaffnet gewesen sein. Fast gleichzeitig gedachten in der US-Kleinstadt Ferguson hunderte Menschen an die tödlichen Schüsse gegen den Teenager Michael Brown vor einem Jahr.

Legende: Video Polizist erschiesst unbewaffneten Jugendlichen abspielen. Laufzeit 01:24 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 09.08.2015.

In den USA ist erneut ein unbewaffneter Schwarzer von einem weissen Polizisten erschossen worden. Bei dem Toten handle es sich um einen 19-jährigen Studenten, teilte die Polizei in Arlington im US-Bundesstaat Texas mit.

Legende: Video Polizeichef von Arlington zur Untersuchung. abspielen. Laufzeit 00:54 Minuten.
Aus News-Clip vom 09.08.2015.

Das Opfer sei zuvor mit einem Auto in das Schaufenster eines Autohändlers gefahren. Nach Eintreffen der Polizei sei es zu einer Auseinandersetzung gekommen, bei der Schüsse gefallen seien. Der Tote sei unbewaffnet gewesen, teilte die Polizei weiter mit.

Der Vorfall werde untersucht mit der nötigen Rücksicht auf die jüngsten Vorfälle in den USA, sagte der Polizeichef von Arlington, Will Johnson, vor Medien. Die Polizei werde sich um Transparenz bemühen und das FBI in die Untersuchen miteinbezogen.

Schüsse am Hals, im Brustkorb und Bauch

Wie das gerichtsmedizinische Institut bekanntgab, hatte der Tote Schusswunden am Hals, im Brustkorb und im Bauch. Nachdem in den vergangenen Monaten mehrere Male unbewaffnete Schwarze von Polizisten erschossen wurden, ist in den USA eine Debatte um übermässige Gewaltanwendung im Dienst entbrannt.

Ein Jahr nach den tödlichen Polizeischüssen auf den schwarzen Teenager Michael Brown haben am Samstagabend hunderte Menschen in der US-Kleinstadt Ferguson gegen Polizeiwillkür und Rassismus demonstriert. An der Spitze marschierten Browns Vater und weitere Angehörige.

«Bitte hört auf, uns zu töten»

Am Vorabend des ersten Todestags Browns riefen die Demonstranten Parolen wie: «Hände hoch, nicht schiessen» oder «Wir sind hier... für Michael Brown». Auf einem der Schilder warf zu lesen: «Bitte hört auf, uns zu töten».

Einige Demonstranten legten Plüschtiere entlang der Marschroute ab. Diese endete an der Normandy High School, die der 18-jährige Brown besuchte. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot zugegen.

Schikanen durch Polizei an der Tagesordnung

Ein weisser Polizist hatte den unbewaffneten Brown am 9. August 2014 nach einem Handgemenge mit mehreren Schüssen getötet. Browns Tötung und der spätere Verzicht auf einen Strafprozess hatten in Ferguson und zahlreichen anderen Städten der USA zu teils gewalttätigen Protesten geführt. An dem Fall entzündete sich eine landesweite Debatte über Rassismus und Polizeigewalt. Die mehrheitlich schwarze Bevölkerung von Ferguson fühlt sich von der überwiegend weissen Polizeitruppe systematisch diskriminiert.

Ein Anfang März veröffentlichter Bericht des US-Justizministeriums ergab, dass Schikanen von Schwarzen durch die Polizei im Vorort von St. Louis im Bundesstaat Missouri an der Tagesordnung waren.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Gull, Zürich
    Solche undifferenzierten und einseitigen Berichte schüren den Rassismus. Es sind nicht nur Schwarze, die von Weissen erschossen werden. Aber in dem man diesen einseitigen Narrativ ständig den Lesern aufzwingt entsteht dieses verzerrte Bild, das nicht der ganzen Wahrheit entspricht. Vielleicht sollten hier auch mal solche Berichte landen wo Schwarze Schwarze erschiessen oder Weisse Weisse. SRF Bitte nicht nur einen kleinen Ausschnitt der Wahrheit zeigen und so die öffentliche Meinung manipulieren
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    1. Antwort von K. Trutmann, Luzern
      Es geht hier allerdings um die Polizei. Falls sie es noch nicht wussten: Diese ist dazu da Verbrecher vor ein Gericht zu bringen wo ihnen ein fairer Prozess blüht mit angemessener Bestrafung. Polizisten sollen weder Richter noch Henker sein, sonst können wir gleich in die Inquisition zurück.
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  • Kommentar von D. Schmidel, St. Gallen
    Tatsache scheint, dass dieser Kriminelle sich weigerte sich der Polizei zu ergeben und damit ein sehr hohes Risiko auf sich genommen hat. In einem Rechtsstaat gibt es kein Recht auf kriminelle Taten und dies gilt für alle.
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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Keiner kommt auf die Idee, die USA zu sanktonieren oder ihr mit Krieg zu drohen, wegen Verletzung von Demokratie und Menschenrechten - daran erkennt man die USA als einzige Weltmacht, mit dem höchsten BIP, den höchsten Militätausgaben, den meisten Militärbasen weltweit und dem höchsten Ressourcenverbrauch, v.a. Öl + Gas...
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