Zum Inhalt springen
Inhalt

International Neuer Panamakanal öffnet seine Schleusentore

Nach neun Jahren Bauzeit wird der erweiterte Panamakanal am Wochenende eröffnet. Die «Cosco Shipping Panama» wird die neue Wasserstrasse zuerst befahren. Der Kapitän ist bereit.

Die «Cosco Shipping Panama» wird am Sonntag Schifffahrtsgeschichte schreiben: Der Frachter soll als erstes Schiff den ausgebauten Panamakanal zwischen Atlantik und Pazifik passieren. «Ich bin schon häufig durch den Panamakanal gefahren, aber der Kapitän des ersten Schiffes zu sein, das den ausgebauten Panamakanal passiert, wird eine unvergleichliche Erfahrung», sagte Kapitän Jude Rodrigues.

Legende: Video Gewaltige Kapazitätserhöhung abspielen. Laufzeit 00:46 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 26.06.2016.

Die «Cosco Shipping Panama» wird auf der Atlantikseite die Schleusen von Agua Clara passieren, dann durch den Gatún-See und den engen Culebra Cut fahren und am Nachmittag an den Schleusen von Cocolí nahe Panama-Stadt auf der pazifischen Seite erwartet. Zur Zeremonie werden 62 internationale Delegationen, mehrere Präsidenten und zahlreiche Wirtschaftsvertreter erwartet.

Alter Kanal war zu schmal geworden

Der Ausbau der nach dem Suezkanal zweitwichtigsten Wasserstrasse der Welt dauerte neun Jahre und kostete mindestens 5,25 Milliarden US-Dollar. Rund 40'000 Arbeiter waren auf der Baustelle beschäftigt. Sie räumten 150 Millionen Kubikmeter Erde ab und verbauten 12 Millionen Tonnen Zement sowie 192'000 Tonnen Stahl.

Der Ausbau war nötig geworden, weil stets grössere Schiffe gebaut werden. Künftig können auch Frachter der sogenannten Postpanamax-Klasse mit bis zu 14'000 Containern den Kanal befahren. Bislang wurden nur Schiffe mit höchstens 4400 Containern durch den Kanal geschleust.

Nach der Erweiterung können wieder 96 Prozent aller Schiffe, die auf den Weltmeeren unterwegs sind, durch den Panamakanal geschleust werden.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Panama und die USA sichern den Kanal, er gilt als neutraler internationaler Wasserweg, doch die Chinesen sehen darin ein Problem. Das chinesische Gegenstück in Nicaragua ist vermutlich etwas ins Stocken geraten aber trotzdem Ausdruck des chinesisch, amerikanischen Wettstreits. China meint das globale Modell sei der richtige Weg, nur bis sie so weit sind ist er vielleicht schon falsch.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Wer sagt denn dass grösser und noch grösser immer besser ist. Wenn die Transportkosten fast Gratis sind dann hat das einen Steuerungseffekt, den, dass es egal ist wie weit die Güter reisen. Das ist nicht nur klug, mitunter sogar sehr Contraproduktiv. Vor Ort wo die Produkte erzeugt werden fällt der Preis oft so tief bei der grossen, weltweiten Nachfrage dass es für die Produzenten zum Problem wird. Das globale ist keine heilige Kuh, es muss immer auch das regionale mitfördern!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen