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International Neuer Zusammenstoss zwischen Russland und der Türkei

Moskau und Ankara geraten sich schon wieder in die Haare. Diesmal geht es um Schiffe, die im Schwarzen Meer unterwegs sind.

Ein türkisches Boot eskortiert auf dem Bosporus ein russisches U-Boot.
Legende: Nicht immer klappt die Zusammenarbeit so gut: Ein türkisches Boot eskortiert ein russisches U-Boot. (Bild vom 13.12.15) Reuters

Im Schwarzen Meer ist es erneut zu einer Konfrontation zwischen der Türkei und Russland gekommen. Eine russische Korvette und ein Boot der Küstenwache hätten ein türkisches Schiff zum Abdrehen gezwungen. Dies teilte das Energieunternehmen Chernomorneftegaz mit, welches auf der Krim beheimatet ist. Das türkische Schiff habe den Weg von Schiffen des Unternehmens gekreuzt, die Bohrinseln im Schlepptau gehabt hätten.

Am Sonntag hatte ein russischer Zerstörer in der Ägäis Warnschüsse auf ein türkisches Fischerboot abgegeben, um eine Kollision zu verhindern. Als Folge des Streits wurde ein Treffen von Präsident Wladimir Putin mit seinem Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan abgesagt. Das in St. Petersburg vorgesehene Gespräch finde nicht statt, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow.

Der türkische Aussenminister Mevlut Cavusoglu hatte zuvor in der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» die russische Reaktion als übertrieben bezeichnet. Das türkische Schiff sei nur ein Fischerboot gewesen. Die Geduld der Türkei mit Russland sei nicht unbegrenzt, sagte Cavusoglu. Seit dem Abschuss eines russischen Kampfflugzeuges durch die Türkei im Grenzgebiet zu Syrien ist das Verhältnis beider Länder angespannt.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Es spielt gar keine Rolle, wer recht hat: Hier spielen 2 Grossmächte und zwei Machos mit den Muskeln.
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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Putin sollte sich primär um die katastrophalen Zustände in Russland kümmern, statt dessen belästigt er den internationalen Schiffsverkehr und ballert auf zivile türkische Schiffe.Offensichtlich ist Putin an einer weiteren Eskalation, die unabsehbare Folgen hätte, interessiert. Er sollte allerdings vorsichtig sein, Sultan Erdogan könnte dem Russen nach dem Vertrag von Montreux von 1936 die Dardanellen-Meerengen zumachen, man kann die Aggression Putins als kriegerische Feindseligkeit auslegen.
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    1. Antwort von A. Schulze (A. Schulze)
      Detailliertes Wissen zu den Geschehnissen liegt Ihnen scheinbar nicht vor. Schade. Steht ja schließlich alles in den neutralen Medien. Dann wüssten Sie die Reaktionen besser einzuordnen. Wenn man die NATO Brille absetzt, sogar noch besser ;)
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Nicht selten waren "einfache" Boote mit umfangreicher Überwachungstechnik ausgestattet. Dabei war im Laufe der Zeit keine Seite unschuldig. RU kann sich in der jetzigen Zeit keine Blösse geben. Dazu hat RU am Ende des 1. Kalten Krieges viel zu viele unglaubliche Schachzüge der NATO/USA erlebt. Die genauen Hintergründe der aktuellen Konfrontationen sind sehr komplex. Ein ausgewachsener Wirtschaftskrieg tobt zwischen verschiedenen Mächten mit allerlei Zielen. Täuschung in manchen Bereichen.
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