Zum Inhalt springen

International Niederländischer Fotograf in Libyen erschossen

Ein niederländischer Pressefotograf ist in der libyschen Stadt Sirte erschossen worden. Sirte gilt als Hochburg der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Sirte.
Legende: In Libyen amtiert eine international unterstützte Einheitsregierung. Sie hat die Lage nur teilweise unter Kontrolle. Reuters

Ein niederländischer Pressefotograf ist in der libyschen Stadt Sirte erschossen worden. Dies berichtete am Sonntag das belgische Magazin «Knack».
Das Magazin berief sich auf einen Journalisten, der mit dem Fotografen auf Recherche in dem nordafrikanischen Bürgerkriegsland war.

Nach Informationen der spanischen Nachrichtenagentur EFE wurde der Niederländer wahrscheinlich von einem Heckenschützen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) tödlich getroffen, obwohl er eine Schutzweste trug.

Fünf Jahre nach dem vom Westen militärisch unterstützten Sturz und dem gewaltsamen Tod des Diktators Muammar al-Gaddafi ist Libyen weiter in Herrschaftsgebiete verschiedener Milizen und der Regierung geteilt. Die IS-Miliz ist in Libyen vor allem in Sirte aktiv.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Tragisch für den Fotografen. Es gehört leider seit jeher zum Berufsrisiko von Berichterstattern, Opfer zu werden. .....Am Ende des Berichtes steht; "vom Westen militärisch unterstützten Sturz.... gewaltsamen Tod.... Gaddafis". Der Westen war federführend und es war eine waschechte Liquidierung Gaddafis. Die NATO lieferte die Koordinaten und Söldner erledigten den Job.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von tom rosen (tom rosen)
      Tragisch für seine Familie und sonstige Hinterbliebene. Ob er wohl sonst keine Aufträge bekam? Oder warum macht sich ein Fotograf auf den Weg in ein derart gefährliches Gebiet? Damit wir uns an den Bildern und dem Schrecken dort vor Augen führen, wie gut es uns geht? Ändern wird es an der Situation der Menschen dort nichts. Da müsste die Allianz der Unwilligen halt nach A auch B sagen. Aber das ist demokratisch nicht legitimierbar. Drum machen's in Syrien die Russen. Dumme Sache.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Jacqueline Zwahlen (Jacqueline Zwahlen)
      Genau, Herr Szabo. Dieser Schlussabschnitt hat es voll in sich. Allerdings sollte es heissen: "... den vom Westen militärisch durchgeführten Sturz ..." Und was Syrien anbelangt, so denkt der Westen darüber nach, notabene die Kämpfer für einen Islamischen Staat mit Flugabwehrwaffen zu unterstützen. Was für ein perverses Spiel.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen