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Neuer Gesetzesentwurf Niederlande ebnet Weg für Burka-Verbot

  • Die Niederlanden wollen Burkas verbieten. Das niederländische Parlament stimmte mit grosser Mehrheit einem Gesetzesentwurf zu, der «gesichtsbedeckende Kleidung» verbietet, wie der Entwurf offiziell heisst.
  • Die zweite Parlamentskammer muss dem Gesetzesentwurf noch zustimmen. Eine Mehrheit gilt aber als sicher.
  • Demnach sollen künftig Ganzkörperschleier (Burkas) sowie Gesichtsschleier (Nikabs) verboten sein. Wann das Verbot in Kraft tritt, ist noch nicht bekannt.
  • Eine Verschleierung verhindere die Kommunikation und die Identifizierung, hatte der sozialdemokratische Innenminister Ronald Plasterk im Parlament erklärt. In öffentlichen Gebäuden sei es «entscheidend, dass man einander anschauen kann».
  • Das Gesetz sieht ein Verbot für staatliche Gebäude, für den ÖV, für Schulen und Spitäler vor. Bei einem Verstoss ist eine Geldstrafe von bis zu 400 Euro vorgesehen.
  • Die Niederlande sind nach Frankreich, Belgien und Bulgarien das vierte europäische Land mit einem Verschleierungsverbot. Ein Verbot gilt auch im Kanton Tessin.

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Die Niederländer scheinen schlauer und geeinter zu sein als wir Schweizer. Dort scheint man Nägel mit Köpfen zu machen. Wenn nur die Schweiz endlich Mut zu einer klaren Haltung haben würde, wäre allen geholfen.
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Ich sage es mal geradeaus: Mir ist ihre Stellung in ihrer Parallellgesellschaft egal. Gegen die Verschleierung bin ich ausschliesslich aus zwei "westlichen" Gründen: 1) Jede Frau muss am Arbeitsplatz gesellschaftskonform erscheinen. Soziale Gewohnheiten - sprich: Abschottung gegen die Welt - dürfen die Arbeitsmarktfähigkeit nicht gefährden. 2) Der strenge, den Gestalt dominierende Blick ist unheimlich. Es kommt immer wieder vor, dass kleine Kinder im Tram Angst haben davor. Das muss nicht sein.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Wer obiges Bild (in dem man nur scharf blickende 2 Augen sieht) länger anschaut, bekommt auch als 76-jähriger "Grufti" immer noch eine kindliche Angst zu spüren! Das ist ja fürchterlich, einer solchen "wandelnden Geistesfigur" zu begegnen! Hoffentlich werden bei den nun immer mehr verhängten religiösen Vermummungsverboten auch die vermummten Vandalen, Anarchisten und Chaoten-(Saubanner-Umzüge) mit einbezogen! Wer gegen "etwas" demonstrieren will, soll sich offen zeigen und dazu stehen dürfen!
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    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Es kommt im obigen Artikel zwar nicht zum Ausdruck, aber das Gesetz verbietet "gesichtsbedeckende Bekleidung" und zählt dazu auch Vermummungen an Demonstrationen oder Sportanlässen. Es geht noch weiter und stellt die Integral-Töffhelme und Winterschals den Bekleidungsstücken wie Niqab und Burka gleich. - Ich würde ein "Verhüllungsverbot" begrüssen, das dann greift, wenn keine klimatische oder sicherheitsrelevante Notwendigkeit für die Verhüllung vorliegt. Das ist funktional und realitätsnah.
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