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Provokation mit Raketenstart Nordkorea testet Lenkflugkörper

Legende: Video Erneuter Raketentest in Nordkorea abspielen. Laufzeit 0:21 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 08.06.2017.
  • Es handelt sich vermutlich um 4 Lenkflugkörper, die gegen Schiffe eingesetzt werden können, berichtet CNN unter Berufung auf Militärs.
  • Die Flugkörper seien am Donnerstagmorgen (Ortszeit) von der Ostküste nahe Wonsan etwa 200 Kilometer weit in Richtung offenes Meer geflogen.
  • Die Lage in der Region ist nach mehreren Tests ballistischer Raketen durch Nordkorea sehr angespannt.
Legende: Video Archiv: Nordkorea setzt Raketen-Testserie trotz Protesten fort abspielen. Laufzeit 2:24 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.05.2017.

Bereits Ende Mai hatte Nordkorea mindestens eine Kurzstreckenrakete mit mehreren hundert Kilometern Reichweite abgefeuert. Verschiedene UNO-Resolutionen verbieten der Führung in Pjöngjang Tests mit ballistischen Raketen. Es handelt sich dabei in der Regel um Boden-Boden-Raketen, die je nach Bauart auch mit Atomsprengköpfen bestückt werden können.

Demonstration der Angriffskapazitäten

Mit dem jüngsten Waffentest scheine Nordkorea «seine Angriffskapazitäten mit verschiedenen Raketentypen» demonstrieren zu wollen, zitierte die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap den Sprecher des Generalstabs der Armee, Roh Jae Cheon.

Südkoreas Militär vermute ausserdem, dass das Nachbarland nach gemeinsamen Militärmanövern eines Flugzeugträgers der US-Streitkräfte mit Südkorea zeigen wolle, dass seine Raketen feindliche Schiffe präzise treffen könnten.

Japan will Vorfall analysieren

Japan sieht sich durch den jüngsten Test nicht direkt in seiner Sicherheit bedroht. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass die Geschosse diesmal in Japans Wirtschaftszone gelangt seien, sagte Aussenminister Fumio Kishida. Japan werde mit den USA und Südkorea den Vorfall analysieren.

Der UNO-Sicherheitsrat hatte in der vergangenen Woche erneut das Raketen- und Atomwaffenprogramm Nordkoreas auf das Schärfste verurteilt und die Sanktionen gegen das Land ausgeweitet. Vor allem Japan und Südkorea fürchten als Nachbarn, von Raketen Nordkoreas getroffen zu werden.

Das international weitgehend isolierte Land arbeitet ausserdem an Raketen, die dank ihrer grossen Reichweite auch Ziele in den USA treffen könnten. Nordkorea wirft den USA regelmässig vor, durch ihre Militärübungen mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten, was beide Länder bestreiten.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Soltermann (ps)
    Seien wir doch ehrlich, Kim Jong-un und D.Trump koennten gute Kumpel sein. Beide führen ihr Land mit einem erweiterten Familienclan, Beide fordern strikte Loyalität und schotten sich ab, und Beide möchten sich trotzdem als 'Staatsmänner' beweisen. Immerhin, Kim Jong kämpft dafür, dass sein Land von den Mächten ernst genommen wird.
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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Tolle Sanktionen der UNO. Ich schrieb schon, er wird es wieder tun. Er würde doch nach asiatischer Art sein Gesicht verlieren. Aber die grosse Frage bleibt, wo nimmt Er die Mittel her. Angeblich hat man alle ausländischen Konten gesperrt. Wer zahlt hier oder an wen verkauft er, denn das Land hat enorme Bodenschätze. Im Klartext, entweder versagt jede Kontrolle, oder will man gewisse Lücken nicht aufdecken.?
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Nordkorea will es wohl endgültig wissen. Man geht dort offenbar davon aus, dass viel erzählt wird von den USA und China und wenig getan wird. Schlimm, der arme Irre Kim Jong-un! Gibt sein Volk der Vernichtung preis, nur um anderen Staaten zu zeigen, wo der Hammer hängt. Wenn ihm aber bald der richtige Hammer gezeigt wird, dann findet weder dieser Typ noch das nordkoreanische Volk das besonders gut. Insbesondere die Chinesen lassen sich da nicht mehr lang an der Nase herumführen.
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    1. Antwort von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
      2) Möglich, dass es bald richtig ernst wird in der Region. Und dann ist es wichtig, dass vorher klar ist, wer mit wem zusammen eine Koalition bildet. Schliesslich will man ja wissen, wohin es Sinn macht, zu fliehen.
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