Nordkorea wetzt die Messer gegen Südkorea

Die nordkoreanische Führung reagiert entrüstet auf die angekündigten Sanktionen der UNO. Das Land droht mit Militärschlägen – gegen Nachbarland Südkorea.

Nordkoreas Führer Kim Jong-Un umringt von Journalisten im Satellitenüberwachungszentrum. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Sanktionen zielen auf Nordkoreas Raumfahrtprogramm – Kim Jong-Un im Satellitenüberwachungszentrum (Dez 2012). Reuters

Nordkorea droht Südkorea mit «physischen Gegenmassnahmen» – sollte sich Seoul den Sanktionen des UNO-Sicherheitsrats anschliessen. Die Sanktionen seien eine «Kriegserklärung» gegen Nordkorea.

Die Gegenmassnahmen würden sich gegen die «Verräter des südkoreanischen Marionettenregimes» und deren «feindliche Politik» gegen die Demokratische Volksrepublik Korea richten, hiess es in einer Mitteilung des Komitees für die friedliche Wiedervereinigung des Vaterlands.

Die von der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreitete Warnung folgte auf die Ankündigung vom Vortag, einen weiteren Atomtest vorzunehmen. Dieser richte sich gegen den «Erzfeind» USA. Die US-Regierung verurteilte die Atomtest-Ankündigung aus Pjöngjang. China mahnte Zurückhaltung an.

Raumfahrt im Visier

Der UNO-Sicherheitsrat hatte die neuen Sanktionen gegen Nordkorea wegen des Tests einer nordkoreanischen Langstreckenrakete im Dezember beschlossen. Die USA hatten auf die Strafmassnahmen hingearbeitet und waren von Japan und Südkorea unterstützt worden.

Die Massnahmen betreffen unter anderem die nordkoreanische Raumfahrtbehörde und wurden in Absprache mit der UNO-Vetomacht China verhängt.