Obama: «Nie mehr solche Methoden»

US-Präsident Barack Obama ist beunruhigt über die Techniken der CIA. Obama hatte es befürwortet, die Ermittlungsergebnisse publik zu machen.

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Einschätzungen von den SRF-Korrespondenten

3:28 min, aus Tagesschau vom 9.12.2014
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CIA-Verhörmethoden

  • Schlafentzug bis zu 180 Stunden.
  • «Waterboarding».
  • Schein-Hinrichtungen.
  • Rektale Ernährung oder rektale Rehydratation von Hungerstreikenden.
  • Zwangsbäder in Eiswasser.
  • Drohungen, dass Familienmitglieder getötet würden.
  • Gefangene wurden mit Wucht gegen Wände geschleudert.
  • Schläge in den Unterleib.
  • Isolation in dunklen Räumen mit lauter Musik.

Barack Obama hat die «verschärften Verhörmethoden» der CIA verurteilt, die von Menschenrechtlern als Folter angesehen werden. Die in einem Senatsbericht über umstrittene CIA-Verhörmethoden beschriebenen Techniken seien «beunruhigend».

Das Vorgehen im Zuge des Anti-Terror-Kampfes entspreche nicht den Werten der USA und habe dem Ansehen des Landes in der Welt geschadet. Sie hätten auch nicht der nationalen Sicherheit gedient.

«Nie mehr solche Methoden»

Er werde als Präsident alles tun, «dass wir nie mehr auf diese Methoden zurückgreifen», betonte Obama in einer schriftlichen Erklärung unmittelbar nach Bekanntwerden des Berichts.

Obama hatte es befürwortet, die Ermittlungsergebnisse publik zu machen, die CIA hatte den Report bereits im Vorfeld als inkorrekt bezeichnet. Führende Republikaner wie der damalige Vizepräsident Dick Cheney verteidigten die Verhörtechniken.

USA-Korrespondent Arthur Honegger wertet den Bericht als Sieg für die Transparenz. «Die Vergangenheit kann man nicht ändern aber man kann daraus lernen.»

Genau das sei das Ziel dieses Berichts, wenngleich die wichtigste Frage nicht abschliessend beantwortet wird – nämliche jene, ob diese abscheulichen Verhörmethoden Resultate zu Tage gefördert haben, welche mit legalen Mitteln nicht erreicht worden wären.

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