Obama verteidigt Datensammlung durch US-Geheimdienst

Sie sei legal und werde ausreichend kontrolliert. Das sagt US-Präsident Barack Obama in einem Fernsehinterview über die Sammlung von unzähligen Nutzerdaten durch den amerikanischen Geheimdienst NSA.

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Lauschangriffe in den USA

1:37 min, aus Tagesschau am Mittag vom 7.6.2013
Obama und der Journalist sitzen einander gegenüber. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Obama stand dem Journalisten Red und Antwort – bei manchen Fragen aber wich er aus. pbs

Im Interview des Senders PBS versuchte der US-Präsident, die Aufregung um das enthüllte Geheimdienstprogramm Prism zu dämpfen. Für Sicherheit müsse man aber Kompromisse eingehen, erklärte er.

Zum Beispiel gebe es an Flughäfen strengere Sicherheitskontrollen. «Ich denke nicht, dass jemand sagt, wir sind wegen dieser Kontrollen nicht mehr frei», so Obama. Auch hätte die Operation Bin Laden nicht durchgeführt werden können, wenn sie gleichzeitig in den Schlagzeilen gewesen wäre, sagte der Präsident.

 

Unabhängiges Gericht kontrolliert

«Mein Job ist es, das amerikanische Volk zu schützen sowie die amerikanische Art zu leben, die unsere Privatsphäre einschliesst», sagte Obama.

Die NSA-Programme seien legal und würden von einem unabhängigen Gericht beaufsichtigt. Der Frage des Journalisten, ob dieses geheime Gericht jemals einen Überwachungsantrag abgelehnt habe, wich der Präsident aus. Die Zahl solche Anträge sei «überraschend niedrig» und die Geheimdienste griffen dazu auch nur bei einem festen Verdacht.