Zum Inhalt springen
Inhalt

International Obama: Wieder grosse Worte – was wird daraus?

Barack Obama kündigt den Kampf gegen Ungerechtigkeiten an. Wird er sich besser durchsetzen können als bisher? Vermutlich nicht, meint SRF-USA-Korrespondent Beat Soltermann .

Selbst inmitten der wirtschaftlichen Erholung arbeiten viele Amerikaner nur dafür, dass sie knapp über die Runden kommen. Dies stellte Präsident Obama in seiner Rede zur Nation fest. Das dürfe nicht sein, und er wolle nun handeln. Notfalls auch ohne den Kongress, wie er betont.

Dies dürfte aber schwierig werden, meint SRF-Korrespondent Beat Soltermann in Washington. «2014 ist für den Kongress ein Wahljahr. Die einseitigen Dekrete kann er sicher umsetzen. Aber die grossen Würfe haben es unter diesen Umständen noch schwerer als sonst.» Denkbar sei, dass die Einwanderungsreform zu Stande komme, denn diese sei im Interesse beider Parteien. «Aber alles andere wäre schon ein kleines Wunder.»

Mit seinem energischen Auftreten wolle Obama sicher auch den Eindruck vermeiden, eine «lahme Ente» zu sein, also ein Präsident, der gegen Ende der Amtszeit nichts mehr anpackt, sagt Soltermann. Jedenfalls sei dies bestimmt die Absicht seiner Redenschreiber und seiner Berater. «Doch», so der Korrespondent, «ich weiss nicht, ob es von echter Stärke zeugt, wenn man so stark betonen muss, dass man nun handeln will».

Ein Sätzchen über den NSA-Skandal

Ein Thema, welches die letzten Wochen ganz Europa beschäftigte: die Bespitzelungen durch die NSA. Dazu habe sich der US-Präsident kaum geäussert, sagt Soltermann. «Interessanterweise sagte er nur einen einzigen Satz dazu. Die ganze Rede füllt 12 Seiten, und das zeigt schon, die ganze NSA-Skandal ist für Obama fast eine Marginalie.»

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

13 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    Ein Präsident kann nur soweit politisieren, wie ihm eine Mehrheit folgen will und kann. In vielen Punkten war, ist und wird dies bei Obama nicht der Fall sein. Das Land - vor allem aber die vielen Mio Menschen, welche das System auf die Strasse geworfen hat, kann/können einem schon leid tun.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Die Amerikaner haben doch schon immer nur Show gemacht. Da nur allein den Obama, der die amerikanische Kultur irgendwo auf der Gasse aufgeschnappt hat, zu beschuldigen wäre doch irgendwie ungerecht. Schon allein bei der NSA. Andere Länder haben doppelt so schnelle Rechner und von denen hört man rein gar nichts. Der ganze NSA-Skandal ist bei den Amis auch nur Show, so wie die Mondlandung,die angebliche Befreiung Europas, etc... Und alles nur Show - da ist es kein Zufall, das Hollywood dort steht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Angebliche Mondlandung? Angebliche Befreiung Europas in den Weltkriegen ? Andrere Länder haben schnellere Rechner? Wo haben sie diesen Blödsinn aufgelesen?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Der Laferi der Nation mit mehr heisser Luft. Obama ist effektiv eine "tote Ente."
    Ablehnen den Kommentar ablehnen