Zum Inhalt springen

International Obama will US-Firmen zur Kasse bitten

Der Präsident hat es auf bislang unversteuerte Auslandsgewinne von US-Firmen abgesehen. Auf die rund zwei Billionen Dollar soll eine einmalige Steuer erhoben werden. Obama schwebt zudem eine grössere Steuerreform vor. Doch die Republikaner werden dieser kaum zustimmen.

Grossaufnahme von Obama
Legende: Will den Mittelstand entlasten mit mehr Steuereinnahmen von US-Firmen: US-Präsident Barack Obama. Keystone

Insgesamt zwei Billionen Dollar unversteuerte im Ausland erzielte Gewinne weisen US-Firmen auf. Nun soll darauf eine einmalige Steuer von 14 Prozent erhoben werden, wie es aus dem US-Präsidialamt heisst.

Doch damit nicht genug: Aus dem Haushaltsentwurf für 2016 gehe ausserdem hervor, dass Auslandsgewinne künftig mit 19 Prozent besteuert werden sollen.

Die Vorschläge sind Teil einer grösser angelegten Steuerreform, die US-Präsident Obama anstrebt. Der Etatentwurf, in dessen Zuge das Steuerschlupfloch geschlossen werden soll, wird heute veröffentlicht.

Stärkung des Mittelstandes

Die Unternehmen würden angehalten, ihre Steuern auf im Ausland erzielte Gewinne sofort zu zahlen statt dies unbegrenzt zu verschieben, hiess es aus dem Präsidialamt. Die Steuern seien unabhängig davon zu zahlen, ob die Gewinne in die USA zurückgeführt würden oder nicht.

Obama will mit der Steuerreform primär den Mittelstand in den USA stärken. Ihm sollen die Steuervorteile zugutekommen und nicht wie bisher vor allem den Unternehmen. Die Summen, die der Staat einzunehmen hofft, sollen in die Infrastruktur der USA investiert werden.

Doch Obamas Pläne könnten scheitern: Für seinen Etatentwurf braucht der Demokrat die Zustimmung des US-Kongresses. Dass die von den Republikanern kontrollierte Legislative der Steuerreform zustimmt, ist aber unwahrscheinlich.

3 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Walter Wieser, St. Augustine, Florida
    Facts: Seit 5 Jahren die hoechsten Steuereinnahmen in der Geschichte der USA! Vor Bush hatten wir 5 Billionen Schulden, nach Bush 9 Billionen, nach 6 Jahren Obama 18 Billionen Schulden! Obama hat Bush damals unpatriotisch und unverantwortlich genannt. Obama spart keinen cent, im Gegenteil, in seinem Budget sind weitere zusaetzliche ,(unnoetige), Ausgaben geplant. Hauptsache er hat seine regelmaessigen Golf-Ferien und Party's im weissen Haus. Soll man das wirklich unterstuetzen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Henriette Rub, Bern
    Typisch Amerika. Bei Anderen Ländern wird angeschwärzt und kassiert. Im eigenen Land lässt man die Reichen ungeschoren. Die Republikaner sorgen schon dafür, dass das so bleibt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Toni Kanufar, Brugg
      Sie machen da schon ein bisschen ein durcheinander oder wahrscheinlich haben Sie sich in der Meldung geirrt beim kommentieren. Es geht hier um sehr reiche US Firmen die Steuern nicht zahlen und nicht um Länder die geholfen haben US Steuern zu hinterziehen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen