Obamas Wunschkandidat als Pentagon-Chef bestätigt

Schon länger bekannt, ist es nun amtlich: Der Senat hat Ashton Carter als US-Verteidigungsminister bestätigt. Sein Vorgänger Chuck Hagel war über Differenzen mit dem Präsidenten bei der Bekämpfung des IS gestolpert.

Ashton Carter Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sowohl Regierung als auch Republikaner stehen hinter Ashton Carter. Er gilt als Pentagon-Insider. Reuters

Der US-Senat hat Ashton Carter mit grosser Mehrheit als neuen Verteidigungsminister bestätigt. Für den Nachfolger des scheidenden Pentagon-Chefs Chuck Hagel stimmten 93 der 100 Senatoren.

Mit der Zustimmung des Senats wird Carter nach Hagel, Leon Panetta und Robert Gates der vierte Verteidigungsminister seit Präsident Barack Obamas Amtsantritt im Januar 2009. Obama hatte den 60-Jährigen, der auch bei den oppositionellen Republikanern als fähiger Kandidat gilt, Anfang Dezember nominiert.

Experte für Technologie und Waffenbeschaffung

Der promovierte Physiker blickt auf eine lange Erfahrung als Pentagon-Beamter zurück. Während der Präsidentschaft von Bill Clinton in den 1990er-Jahren kümmerte er sich als Abteilungsleiter für Internationale Sicherheitspolitik darum, die Atomwaffenarsenale in den früheren Sowjetrepubliken zu sichern.

Von 2009 bis 2011 war Carter im Pentagon Staatssekretär für Technologie und Waffenbeschaffung, anschliessend amtierte er bis Ende 2013 als stellvertretender Verteidigungsminister.

Härteres Vorgehen gegen Gotteskrieger

Hagel hatte seinen Rücktritt Ende November angekündigt. Medienberichten zufolge hatte Obama ihn wegen Differenzen über die Strategie im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak und in Syrien zu diesem Schritt gedrängt.