Öltanker-Unglück in Spanien – Kapitän freigesprochen

Ein Gericht entlastet den Kapitän der «Prestige». Dieser war verantwortlich für den Öltanker, der vor elf Jahren vor den Küsten Spaniens gesunken war.

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Untergang der «Prestige» am 19.11.2002

0:20 min, vom 13.11.2013

Es war eine der schwersten Tanker-Katastrophe in der Geschichte Spaniens, der Untergang der «Prestige». Der Kapitän musste sich vor Gericht verantworten. Nun, elf Jahre später, hat ihn ein spanisches Gericht freigesprochen. Auch sein damaliger Maschinist und ein staatlicher Vertreter wurden von den Richtern entlasteten.

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Tausende Tonnen Öl im Meer

Durch das Tankerunglück im November 2002 waren mindestens 50'000 Tonnen Schweröl in den Atlantik geströmt. Das Öl hatte die Küsten Spaniens, Frankreichs und Portugals über mehr als 1700 Kilometer verseucht. Zehntausende Seevögel waren verendet. Der Gesamtschaden wird auf vier Milliarden Euro geschätzt.

Es stehe nicht fest, was das Unglück genau ausgelöst habe, sagte der Richter. Allerdings verhängte es eine Haftstrafe von neun Monaten gegen den Kapitän wegen Befehlsverweigerung. Die spanischen Behörden wollten das Schiff nach den ersten SOS-Signalen möglichst weit weg von der Küste beordern. Doch der heute 78-jährige Kapitän hatte das Abschleppen zunächst verweigert. Er wollte einen Hafen anlaufen.

Der spanischen Regierung war nach dem Unglück vorgeworfen worden, sie habe mit ihrer umstrittenen Entscheidung die Auswirkungen der Ölpest womöglich noch vergrössert. Als einziger staatlicher Vertreter war in La Coruña der damalige Chef der spanischen Handelsmarine angeklagt.