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International OSZE bleibt Zugang zur Krim verwehrt

Die OSZE-Beobachter haben vergeblich einen neuen Versuch unternommen, auf die ukrainische Halbinsel Krim zu gelangen. Schon am Donnerstag hatten ihnen Bewaffnete den Zugang verwehrt.

Ein pro-russischer Bewaffneter auf der Krim
Legende: Gestoppt von Bewaffneten: Erneut gibt es für die OSZE-Beobachter kein Durchkommen auf die Krim. Reuters

Bewaffnete eines Kontrollposten haben den Konvoi der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Freitagnachmittag am Zutritt zur Krim gestoppt. Die rund 40 Militärexperten sollen Angaben überprüfen, wonach Russland im grossen Umfang Truppen auf die Krim geschickt hat. Moskau bestreitet das.

21 Länder brüskiert

An der Spitze des Konvois fuhr ein ukrainisches Polizeifahrzeug, gefolgt von zwei Bussen sowie etlichen ukrainischen Zivilfahrzeugen mit ukrainischen Landesfahnen. In den Bussen befanden sich die OSZE-Beobachter.

Bereits am Donnerstag hatten pro-russische «Selbstverteidigungskräfte» der OSZE den Zugang zur Halbinsel Krim verwehrt, wie die Organisation bestätigte. Laut westlichen Diplomaten wurden sie von zwei Gruppen Bewaffneter gestoppt. Die unbewaffneten Beobachter aus 21 Ländern kehrten darauf um und verbrachten die Nacht in der südukrainischen Stadt Cherson unweit der Krim.

19 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Mit ukrainischen Polizeifahrzeugen & ukrainischen Fahnen da auf zu kreuzen war dann wohl der falsche Weg! Die OSZE Beobachter hätten gut daran getan, dort "neutral" auf zutreten. Für Russland muss es daher so aussehen, dass diese schon Stellung bezogen haben & Meinungen schon vorgefasst sind. Befangene Richter an einem Gericht dürfen von Angeklagten & deren Anwälten ja auch abgelehnt werden, weil die Unschuldsvermutung immer vorrangig zu behandeln ist.
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    1. Antwort von Marlene Zelgerf, 6370 Stans
      Es zeigt sich, dass die EU, übrigens wie einst die Sowjetunion, nach Macht und Grösse strebt und - wie mir scheint - immer mehr nach Osten vordringt, um irgendwann mal alle ehemaligen Satellitenstaaten der einstigen UdSSR an sich reissen will. Ob es wirklich mal soweit kommt, wird sich zeigen. Wahrscheinlich fällt das Reich vorher in sich zusammen, wie einst der berühmt-berüchtigte Turm zu Babel, der wahrscheinlich auch eine schlechte Bausubstanz aufwies, wie die EU..
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    2. Antwort von Marcel Chauvet, Weißenstadt
      @Zelgerf: Nicht die EU drängt immer mehr nach Osten, sondern die ehemaligen Satellitenstaaten der UdSSR drängen fast allesamt nach Westen. Sie wissen warum. Sie haben nämlich mit der UdSSR die wirklich allerschlechtesten Erfahrungen gemacht. Putin ist ein UdSSR-KGB Relikt aus dieser Zeit.Gibt wohl viele Leute wie Sie in der CH die bei diesem Kapitel in Geschichte "gefehlt" haben. War ja schön im Kalten Krieg und jetzt auch noch, rundherum die NATO die den Eidgenossen kostenlos Schutz bietet.
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    3. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Lieber Herr Chauvet, betrachten Sie doch die Landkarte! Darauf sehen auch Sie, dass die EU sich immer weiter gegen Osten ausgebreitet hat & will. Sehen Sie diese Tatsache doch einfach ein! Die Zeichen standen aber sehr deutlich, dass Putin sich lediglich gegen Westen hin öffnen wollte. Hat er ja auch schon getan & man betreibt regen Handel miteinander. Nur dieser Aufstand in der Ukraine stellt jetzt alles wieder in Frage. Ist Europa für Amerika zu sehr Pro- Russland geworden? Schaut so aus!
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  • Kommentar von A. Brunner, Zurich
    Richtig so ! Die sollen zuerst jeder bei sich zuhause im eigenen Land die dort vorhandene Korruption tatsächlich bekämpfen, bevor sie andere Länder, Völker und Sitten beurteilen wollen, und nur teure Spesen in Ländern machen, wo sie wirklich nichts zu suchen haben ! Nach Hause mit den medien- und karrieregierigen Lobbyisten, Gesandten aber nicht Geschickten ! Dort hat es wahrscheinlich schon genügend Leute mit Intelligenz, und sogar vielleicht solche mit mehr Rückgrat !?
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  • Kommentar von peter müller, zürich
    Es wäre vielleicht schlau wenn SRF zuerst mal definiert wann OSZE Vertreter zugelassen sind. In diesem Falle muss eine Einladung ausgesprochen werden. Ich denke die fehlt aus Russischer Sicht - ob von Kiew ? Tim Guldimann hat Gespräche auf der Krim geführt als OSZE Chef - keine Akzeptanz haben dort die aber die OSZE Wahlfälscher. Ich denke die bleiben bis nach den Wahlen aussen vor.
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