OSZE bleibt Zugang zur Krim verwehrt

Die OSZE-Beobachter haben vergeblich einen neuen Versuch unternommen, auf die ukrainische Halbinsel Krim zu gelangen. Schon am Donnerstag hatten ihnen Bewaffnete den Zugang verwehrt.

Ein pro-russischer Bewaffneter auf der Krim Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gestoppt von Bewaffneten: Erneut gibt es für die OSZE-Beobachter kein Durchkommen auf die Krim. Reuters

Bewaffnete eines Kontrollposten haben den Konvoi der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Freitagnachmittag am Zutritt zur Krim gestoppt. Die rund 40 Militärexperten sollen Angaben überprüfen, wonach Russland im grossen Umfang Truppen auf die Krim geschickt hat. Moskau bestreitet das.

21 Länder brüskiert

An der Spitze des Konvois fuhr ein ukrainisches Polizeifahrzeug, gefolgt von zwei Bussen sowie etlichen ukrainischen Zivilfahrzeugen mit ukrainischen Landesfahnen. In den Bussen befanden sich die OSZE-Beobachter.

Bereits am Donnerstag hatten pro-russische «Selbstverteidigungskräfte» der OSZE den Zugang zur Halbinsel Krim verwehrt, wie die Organisation bestätigte. Laut westlichen Diplomaten wurden sie von zwei Gruppen Bewaffneter gestoppt. Die unbewaffneten Beobachter aus 21 Ländern kehrten darauf um und verbrachten die Nacht in der südukrainischen Stadt Cherson unweit der Krim.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Nervenkrieg um die Krim-Halbinsel

    Aus Tagesschau vom 7.3.2014

    Der ukrainische Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk hat den Rückzug der russischen Soldaten von der Krim-Halbinsel gefordert. Erst dann sei er zu Gesprächen mit Moskau bereit. Das russische Parlament will aber zuerst das Ergebnis der geplanten Volksabstimmung über die Zukunft der Krim-Halbinsel abwarten.