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International Propaganda entlarven – mit dem Laptop

Wer hat MH17 abgeschossen? Eine endgültige Antwort darauf gibt es nicht – aber starke Indizien. Dies nicht zuletzt dank einem ehemaligen Buchhalter.

Legende: Video FOKUS: Blogger wollen Russlands Unschuld widerlegen abspielen. Laufzeit 6:27 Minuten.
Aus 10vor10 vom 13.10.2015.

Früher war Eliot Higgins Buchhalter. Genau hinschauen, nach Fehlern suchen, Ungereimtheiten aufdecken, das tut er heute noch. Und zwar so gut, dass selbst Geheimdienste bei ihm anklopfen.

Legende: Video MH17: Die Reaktionen auf den Schlussbericht abspielen. Laufzeit 1:27 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 14.10.2015.

Higgins, Mitbegründer des Recherchenetzwerks Bellingcat, sammelt im Internet Youtube-Videos, Tweets und Facebook-Fotos und analysiert jedes Detail. Zum Bürgerkrieg in Syrien, dem IS oder auch dem Absturz von MH17.

Dank Videos konnte Higgins so beweisen, dass ein russisches Flugabwehr-System auf Lastwagen von Russland bis in die Ukraine transportiert wurde. Da der Konvoi von russischen Youtubern überall gefilmt wurde, kann Higgins die gesamte Strecke von der russischen Militärbasis bis in die Ukraine dokumentieren.

Gefälschte Satellitenbilder

Higgins hat auch russische Satellitenbilder untersucht. Darauf soll ein ukrainisches Raketenabwehrsystem am Tag des Abschusses, am 17. Juli 2014, zu sehen sein. Sein Fazit: Die gezeigten Bilder sind eine Fälschung. Die Rechercheplattform hatte die Aufnahmen untersucht und sie mit im Internet verfügbaren Bildern, etwa von Google Earth, verglichen. Daraus werde deutlich, dass die Bilder aus dem Juni stammen.

Heute können wir mit Material aus dem Internet nachweisen, dass jemand lügt.
Autor: Eliot HigginsMitbegründer des Recherchenetzwerk Bellingcat

Ausserdem seien mit Hilfe von Photoshop Buk-Raketensysteme hineinmontiert worden. «Plötzlich steht dann nicht mehr nur das Wort des russischen Verteidigungs-Ministeriums gegen jenes der Ukrainer. Heute können wir mit Material aus dem Internet nachweisen, dass jemand lügt.»

Die Gegenseite bleibt indes nicht untätig. Ihr Ziel: Möglichst viel Verwirrung schaffen. Ruslan Deynychenko, Direktor der Mohyla Journalistenschule in Kiew, beschreibt es so: «Die russische Propaganda verbreitet möglichst viele Versionen von einem Ereignis. Damit soll das Publikum verwirrt werden. Es soll glauben, dass alle lügen. Dass man gar keinem Medium mehr glauben kann.»

«Starke Indizien, kein Beweis»

Einen eindeutigen Beweis, wer MH17 abgeschossen hat, konnte auch der Bericht aus den Niederlanden nicht vorlegen. Aber es gibt starke Anzeichen. Die Analyse von SRF-Korrespondent Peter Gysling.

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42 Kommentare

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  • Kommentar von P Fetz (P.Fetz)
    Bildforensiker Jens Kriese sagt als Beweis nicht tauglich, dass sei Kaffeesatzleserei! (Siehe Internet! Also steht Aussage gegen Aussage!
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  • Kommentar von Susanne Lüscher (Lol)
    Der Abschlussbericht des holländischen JIT ist ein politisches Statement, das mit einer regelgerechten Flugunfalluntersuchung nur wenig zu tun hat. Ausser der falschen Festlegung auf einen Beschuss durch ein BUK-System werden keine Schlüsse präsentiert, wer zur Verantwortung gezogen werden müsste. Die Missachtung der runden Einschusslöcher ist offensichtlich, somit befinden wir uns mit MH 17 im selben Zustand wie mit 9/11: Wer den Transatlantikern glauben will, erhält seine Bestätigung.
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  • Kommentar von Susanne Lüscher (Lol)
    Experten für das BUK-System sagen, dass die Splitter einer BUK mit bis zu 26-facher Schallgeschwindigkeit emittieren. Somit kann es nicht sein, dass die Explosion einer BUK aufgezeichnet wird, bevor die überschallschnellen Splitter das Cockpit getroffen haben. Die Splittererzeugen beim Auftreffen auf Aluminium Löcher, die aussehen, wie glatt gestanzt.
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