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International Putin: «Assad kämpft gegen den Terror»

Der russische Präsident streicht in seiner Rede vor der UNO-Vollversammlung heraus, dass der Kampf gegen den IS nur in Zusammenarbeit gelinge. Eine internationale Koalition müsse sich um muslimische Staaten formieren und unbedingt auch die syrische Regierung miteinbeziehen.

Legende: Video Gegen Terror: «Koalition um muslimische Staaten» abspielen. Laufzeit 02:23 Minuten.
Aus News-Clip vom 28.09.2015.

Russland hält trotz aller Kritik aus dem Westen weiter am syrischen Präsidenten Baschar al-Assad fest. «Es ist ein grosser Fehler, die syrische Regierung und ihre Armee infrage zu stellen», sagte Präsident Wladimir Putin am Montag vor der UNO-Vollversammlung in New York. «Sie kämpfen wahrhaft gegen die Bedrohung durch islamistische Terroristen.»

Koaliton nach Modell von Anti-Hitler-Koalition

Putin schlug erneut eine internationale Koalition im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat vor. Die könne nach dem Modell der Anti-Hitler-Koalition im Zweiten Weltkrieg funktionieren. Es war die erste Rede Putins vor der UNO-Vollversammlung seit zehn Jahren.

Nur eine Stunde zuvor hatte US-Präsident Barack Obama Russland und Iran Gespräche über die Syrien-Krise angeboten – aber nur unter der Bedingung, dass Assad am Ende einer Übergangsphase von einem anderen Führer abgelöst wird. Ein Mann, der Zehntausende Menschen seines eigenen Volkes getötet habe, dürfe nicht mehr an der Spitze einer Regierung stehen.

Legende: Video «Unilaterale Sanktionen widersprechen Uno-Prinzipien» abspielen. Laufzeit 00:56 Minuten.
Aus News-Clip vom 28.09.2015.

Westen sei am Chaos in Nahost Schuld

Putin verteidigte Assad als Kämpfer gegen islamistische Terroristen. Zugleich warf er dem Westen vor, für das Chaos in Libyen, dem Irak und auch Syrien verantwortlich zu sein.

Doch auch den Umgang mit Russland bekrittelte er: Die unilateralen Sanktionen würden gegen die Prinzipien der Vereinten Nationen verstossen.

Obama und Putin trafen sich noch am selben Tag am Rand der Vollversammlung – es war die erste Begegnung seit zehn Monaten und das erste offizielle Treffen seit zwei Jahren.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Tobias Hofer (Tobias Hofer)
    Es gibt für Syrien keine Zukunft mit Präsident Assad. Und für Assad keine Zukunft als Präsident Syriens. Dessen sind sich auch Putin und selbst Assad bewusst. Aber derzeit ist das Problem ein ganz anderes: Es gibt in Syrien überhaupt keine Zukunft mehr, es gibt nur noch das nackte Überleben. Um sich mit der Zukunft zu befassen, muss die Lage erstmal stabilisert werden. Dies kann sinvollerweise nur über die legitimerte Staatsmacht erfolgen, alles andere wäre eine Auflösung des Staates Syrien!
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Mag sein, dass Assad ein brutaler Diktator ist. Trotzdem finde ich es nicht verhältnismässig ihn zu bekriegen - und dabei hunderttausende Opfer in Kauf zu nehmen plus eine zerstörte Infrastruktur. Andere Länder wie der Irak oder Libyen sind so komplett zerstört worden. Zuerst sollte sich die Weltgemeinschaft auf die Verteidigung gegen den IS einigen - und dann können allfällige Verbrechen Assads untersucht und zur Anklage gebracht werden - ganz entsprechend den westlichen Werten und Grundsätzen.
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  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Ohne Assad wird Tag später Damaskus Hauptstadt von IS werden. Jeder, wer verfolgt geschehen an Front, weiss, dass nur Assad und Kurden Wiederstand in Kampf gegen IS leisten. Wenn Assad stürzt und IS in Damaskus einmarschiert, dann hat Europa 10 Milionen neuen Flüchtlinge. Und diese Flüchtlingen werden nie wieder möglichkeit haben in ihre Heimat zurückzukehren. Dann werden wir uns wieder empören wegen brenende Kirchen in Syrien? Wollen wir das?
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