Referendum gegen Homosexuelle scheitert in der Slowakei

Die Vorlage wollte Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren verbieten. Doch die nötige Stimmbeteiligung von 50 Prozent kam nicht zustande. Nur jeder Fünfte ging an die Urne.

Papst Franziskus auf einem Wahlplakat in der Slowakei Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auch das Ja von Papst Franziskus half nicht mehr: Das Referendum in der Slowakei ist nicht zustande gekommen. Keystone

Die Slowaken konnten am Samstag über ein Referendum abstimmen, das die Rechte von Homosexuellen stark eingeschränkt hätte. Die Vorlage ist aber gescheitert, weil die Wahlbeteiligung nur 20 Prozent betrug. Um gültig und damit bindend für das Parlament zu sein, hätten über 50 Prozent der Stimmberechtigten teilnehmen müssen.

Diejenigen, die sich am Urnengang beteiligten, sprachen sich klar für die Vorlage aus: 90 Prozent der Stimmenden beantworteten die insgesamt drei Fragen mit Ja. Sie sprachen sich damit für ein Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen und der Kinderadoption durch Homosexuelle sowie für die Erlaubnis von Eltern aus, die Teilnahme ihrer Kinder am Sexualkundeunterricht zu verweigern.