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Kräftemessen mit Nordkorea Ringen um die richtige Haltung im Konflikt mit Pjöngjang

Die USA drängen auf noch schärfere Sanktionen gegen Nordkorea. China ist zurückhaltend, Russland sperrt sich.

Nordkoreas Machthaber Kim zeigt auf einen Metallbehälter
Legende: Die jüngste und bisher schärfste Provokation Nordkoreas war der Test einer Wasserstoffbombe. Keystone

USA: Scharfe Sanktionen: Die USA verlangen in einem Resolutionsentwurf an die Vereinten Nationen eine deutliche Verschärfung der Sanktionen gegen das Regime in Pjöngjang. Sie wollen Nordkorea mit einem Ölembargo belegen und die Auslandvermögen von Diktator Kim Jong Un einfrieren.

Der Stopp von Öllieferungen würde nach Einschätzung von Experten die nordkoreanische Bevölkerung empfindlich treffen und könnte gar zu einem Zusammenbruch der nordkoreanischen Wirtschaft führen.

Putin: «Warum machen Sie da mit?»: Die Chance auf eine Einigung im Sicherheitsrat sind gering. Russlands Präsident Putin hat bei einem Wirtschaftsforum in Wladiwostok klar gemacht, sein Land werde solche Sanktionen nicht unterstützen. Alles, was derzeit passiere, sei Provokation. «Warum machen Sie da mit?», fragt der Kremlchef Richtung Washington. Putin rät zur wirtschaftlichen Kooperation mit Nordkorea.

Legende: Video «Erfolgreicher» Test einer Wasserstoffbombe? abspielen. Laufzeit 01:25 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.09.2017.

China und Deutschland: Sanktionen und Dialog: Bundeskanzlerin Merkel und der chinesische Präsident Xi Jinping sprachen sich in einem Telefongespräch grundsätzlich für schärfere Sanktionen aus. Der Schlüssel zur Lösung des Konflikts mit Nordkorea liege aber im Dialog, so Xi. Von einem Ölembargo war bei den Gesprächen keine Rede.

Voraussichtlich am nächsten Montag wird der UNO-Sicherheitsrat über den Resolutionsentwurf der USA abstimmen. Der Termin könnte allerdings auch verschoben werden.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Seit Ende des Koreakrieges 1953 gibt es kein Friedensvertrag, ist der Krieg gegen Nordkorea also nicht beendet. Gemäss Experten pokert das NK-Regime darum, bei Verhandlungen aus einer Position der Stärke handeln zu können. Was die USA tun mit ihren erklärten Feinden, hat man gesehen. NK versucht dem entgegenzuhalten. USA sollen aufhören zu provozieren und Russland die Diplomatie überlassen, die können dies im Gegensatz zu den agressiv auftretenden, unglaubwürdigen, unverlässlichen USA.
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Es sind sicherlich nicht die USA, die da provozieren Herr Bernoulli, diesmal sicherlich nicht. Kim und Nordkorea sind von Moskau und Peking geschaffen worden. Und es scheint gerade mal so zu sein, als ob dieser Kim und Nordkorea der Kontrolle von Mosku und Peking entgleitet. Die schärfste Waffe der USA ist nun, da nichts, rein gar nichts zu tun. Dh. keine Verhandlungen, keine humanitären Hilfen, keine Anerkennung. Da Problem Kim nun einfach Moskau und Peking überlassen und zuschauen.
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    2. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Natürlich provozieren die USA mit ihren Militärmanövern in Südkorea und vor der Halbinsel. Zudem haben sie mit ihrem Verhalten gegenüber Gaddafi, Saddam, Assad und dem Iran gezeigt, worauf sich Kim gefasst machen muss: " The U.S.-led aggressions against Iraq and Libya are two war crimes that keep on costing, with their grim examples of what happens to leaders who get rid of WMDs driving the scary showdown with North Korea, writes Robert Parry.": null US-Diplomatie, nur immer Krieg, Drohungen
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    3. Antwort von Marc Bühler (Winston Smith)
      Hans Haller, südkorea ist ein Produkt der USA! Das gleiche Argument wie sie bringen gilt auch andersrum! Ohne die USA wäre Korea längst vereint. Wissen sie nicht mehr? Südkorea war geschlagen als amerika eingriff! Aber sie haben Recht, dass sollte mann China und Russland überlassen. Wahrscheinlich funktioniert dies nicht da NK Atomwaffen produziert und Amerika damit bedrohen, so wie die Amis NK damit bedrohen! Ihr kommentar ist irgendie nichts sagend
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    4. Antwort von James Wright (Rationalist)
      Wie viel die russische Diplomatie wert ist, sah man im Fall der Krim.
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    5. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Die Militärischen Uebungen sind keine Provokationen, sondern stehen sogar unter internationaler Beobachtungen aufgrund des Waffenstillstandvertrages von damals. Abgesehen davon haette man McArthur damals voll mache lassen sollen und die Chinesen voll hinter den Yalufluss zurückbomben und wenn man schon mal dabei ist gleich auch noch etwas weiter. Wohlverstanden es ist nur meine persoenliche Meinung heute.
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    6. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Herr Buehler, das stimmt so nicht ganz. Es gab damals sogar UN-Beschluesse....uvam. Suedkorea ist nicht einfach ein Produkt der USA, das stimmt nun gar nicht.
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    7. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Für Hans Bernoulli sind immer und überall die USA die Bösen und die Russen Putins die Guten. Tatsache ist, das die Grossmächte ihre Interessen haben. Wäre es nicht so wären sie bald keine Grossmächte mehr.
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    8. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      @A. Planta: Frag mich natürlich auch, ob das nicht zu einseitig ist. Nun, die USA sind militärisch und mit Sonderoperationen in bis zu über 100 Ländern engagiert. Dabei geht es um geostrategische, militärische und pekuniäre Interessen sowie um Ressourcen, den Petrodollar, Finanzierung der CIA mit Drogenhandel usw. Die USA streben (strebten...) die alleinige Weltherrschaft an (unipolare Welt). Wo führte dies zu einer positiven Entwicklung? BRICS-Staaten gehen nun ihren eigenen Weg.
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  • Kommentar von Klaus Kreuter (Klaus Kreuter)
    SANKTIONEN nützen garnichts. Unser Land sollte bitte eine Vorrreiterrolle übernehmen und Gespräche anleiern. Ansonsten könnten wir leicht in ein riesiges Chaos hineinkommen. Dem Nordkoreaner ist es schegal ob seine Menschen hungern.
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Sicher nicht, sicher sich nicht aufdrängen und anbiedern wollen. Und voe allem auch nicht eine "Vorreiterrrolle" fuer sich reklamieren. Das kommt nirgendwo gut an ! Abwarten, Tee trinken, freundlich bleiben und wenn's verlangt und gefragt ist, konstruktiv und souverän bleiben.
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    2. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Sanktionen nützen nicht viel, seit dem wir wissen, dass China weiter Handel mit NK betreibt und Putin Lebensmittel nach NK liefert. Und seit Heute auch Assad da Geschäfte macht. Jetzt sind es schon drei.
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    3. Antwort von Jacqueline Zwahlen (Jacqueline Zwahlen)
      "Dem Nordkoreaner ist es schegal ob seine Menschen hungern." Und dem Ami wird es schegal sein, wenn die Menschen in Nordkorea erfrieren werden. Südkorea und Russland haben sich am Rande des 3. Östlichen Wirtschaftsforums in Wladiwostok darauf geeinigt, NK in gemeinsame Projekte einzubinden und die Situation im Land zu verändern. Denen wenigstens scheinen die Menschen nicht völlig schegal zu sein.
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