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International Rösler bleibt FDP-Chef und zähmt seine Kritiker

Trotz anderslautender Gerüchte: Philipp Rösler tritt nicht als Vorsitzender der deutschen Liberalen zurück. Fraktionschef Rainer Brüderle solle an der Spitze des Wahlkampfteams stehen. Von einem personellen Neuanfang will die FDP nichts wissen.

Philipp Rösler
Legende: Seit Mai 2011 ist Rösler Bundesvorsitzender der FDP. Reuters

Philipp Rösler tritt nicht von seiner Funktion als Bundesvorsitzender der Liberalen zurück. Mit dieser Aussage reagierte ein Sprecher der Partei auf Gerüchte, die am Morgen aufgekommen waren.

Der 39jährige habe sich mit FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle darauf verständigt, dass dieser aber eine Spitzenposition im Wahlkampf übernehmen solle. Rösler hatte zuvor angeboten, «zur Seite zu treten», sollte Brüderle auch den Parteivorsitz übernehmen wollen. Brüderle lehnte dies aber offenbar ab. Er wolle Rösler als Vorsitzenden stützen, hiess es im Präsidium.

Brüderle «nicht mutig genug»

«Rösler steht jetzt gut da», sagt Heribert Prantl, Leiter des Ressorts Inland bei der Süddeutschen Zeitung gegenüber Radio SRF.

Künftig könne er seinen Kritikern vorhalten, dass niemand den Chefposten hat übernehmen wollen. Und Brüderle müsse sich vorwerfen lassen, dass er nicht mutig genug gewesen sei, den Vorsitz der FDP anzutreten, sagt Prantl.

FDP-Chef in der Kritik

Führungsmitglieder sprachen von einer guten Lösung, die die unsägliche Personaldebatte beenden solle. Bestätigt werden soll das Tandem Brüderle und Rösler am Parteitag. Der wurde von Mai auf Anfang März verschoben.

Mit der unveränderten Führungsmannschaft startet die FDP nun offensichtlich in den Bundestagswahlkampf. Die FDP verpasse mit dieser Entscheidung den personellen Neuanfang, sagt Prantl.

Mit dem Wirtschaftstandem voraus

Mit einem amtierenden und einem früheren Wirtschaftsminister an der Spitze schaffe es die FDP nicht, sich inhaltlich zu verbreitern. Dabei müsse man zeigen, dass der Liberalismus mehr als nur eine Politik für den Mittelstand ist, sagt Prantl.

Der Vizekanzler und Wirtschaftsminister Rösler führt die Partei seit Mai 2011. In der Partei war zuletzt jedoch erhebliche Kritik an seinem Führungsstil laut geworden. Vor allem wurde ihm vorgeworfen, dass die Partei im Bund weiter im Umfragetief steckt.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von S.Glatt, Zug
    Die Deutschen haben schon lange begriffen, dass neoliberale und asoziale Parteien wie die FDP bürgerfeindlich sind und dem Land mehr Schaden als Nutzen bringen. Die 10%chen sind trügerisch, da nur aus mitleidigen Zweitstimmen von CDUlern. Es wäre schön, wenn auch endlich die CHer aufwachen, und die alten Blockparteien FDP/CVP/SVP abwählen und ins Pfefferland senden. Und supergut wäre es, wenn hier endlich mal 70% bis 80% wählen gehen und nicht nur 30% bis 40%!
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    1. Antwort von A. Planta, Chur
      Mit ihrem Kommentar gehe ich einig, allerdings würde ich empfehlen, nur die SVP nicht mehr zu berücksichtigen.
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