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International Russische Luftwaffe beginnt Grossmanöver

Es ist eine Übung zu einem heiklen Zeitpunkt. Mehr als 100 Kampfflugzeuge sind an diversen Manövern der russischen Luftstreitkräfte beteiligt.

Russischer Kampfhelikopter (Aufnahme vom März 2014)
Legende: Ein solches Manöver gab es laut der russischen Luftwaffe noch nie – der Zeitpunkt dürfte kein Zufall sein. (Aufnahme vom März 2014) Reuters

Ein solches Manöver, das sich über drei Verteidigungsbezirke Russlands erstrecke, gebe es zum ersten Mal, sagte ein Sprecher der Luftwaffe der Agentur Interfax. Geübt werde die Vernichtung von Luft- und Bodenzielen – nicht zuletzt mit echten Raketenstarts auf dem Truppenübungsgelände in Aschuluk im Gebiet Astrachan am Kaspischen Meer.

Auch das Zusammenspiel von Flugzeugen und Raketenabwehranlagen sowie das Betanken von Militärmaschinen in der Luft werde getestet. Die Übung sei eine Etappe für die in diesem Jahr geplante Zusammenlegung von Teilen der Luftstreitkräfte. Auch in Nato-Staaten hatte es zuletzt im Zuge des Ukraine-Konflikts Militärmanöver gegeben.

Rüstungsgeschäft gestoppt

Die deutsche Regierung hat derweil ein Rüstungsgeschäft von Rheinmetall über 100 Millionen Euro mit Russland endgültig gestoppt. Eine von der schwarz-gelben Vorgängerregierung erteilte Genehmigung für den Bau eines Gefechtsübungszentrums sei widerrufen worden, bestätigte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums einen Bericht der «Süddeutschen Zeitung». Bei Rheinmetall hiess es, man sei mit der Bundesregierung «im Gespräch».

Da diese Information im Sinne einer Indiskretion bekannt wurde, liegt noch keine offizielle Begründung für diesen Schritt vor, wie Casper Selg, SRF-Deutschlandkorrespondent, sagt. «Aber man kann davon ausgehen, dass Wirtschaftsminister Gabriel dieses Geschäft gestoppt hat, weil es ein speziell heikles Geschäft ist.»

In dem Zentrum zur Simulation von Gefechtssituationen wären pro Jahr 30'000 Soldaten ausgebildet worden. «Angesichts der Rolle der russischen Armee in der Ukraine ist dies offensichtlich als unangebracht betrachtet worden.»

Einige Teile seien schon geliefert worden, das Zentrum hätte Ende dieses Jahres eröffnet werden sollen, so Selg. Mit der Entscheidung die Lieferung zu stoppen, gehe die deutsche Regierung das Risiko ein, dass sich die Beziehungen zu Russland weiter verschlechtern.

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54 Kommentare

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  • Kommentar von peter müller, zürich
    Was will uns SRF damit sagen ? Von Astrachan nach Donetzk sind es gerundet 1000 km. Also Zürich - Hamburg da reklamiert ja auch niemand wenn in Niedersachen die Bundeswehr eine Ueberung durchführt !!!! Das Russische Raketenzentrum in Kapustin Yar ist in Astrachan seit 1946 das ist weder neu noch irgendwie originell. Ashuluk ist 200 km weg nördlich. Wenn Flieger bei Uebungen zwischen Hannover und Stuttgart betankt werden würde die Schweizer Flugwaffe auch keinen "Alarm" auslösen.
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  • Kommentar von Peter Oppliger, Walenstadt
    @Krebser:Da nützt alles recherchieren und zusammenstellen von Informationen nichts,wenn am Schluss es nicht gelingt das richtige Fazit aus diesen Informationen zu ziehen,und das falsche Ergebnis rauskommt.Sorry aber ich kann ihnen leider kein Lob aussprechen was dies anbelangt.
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  • Kommentar von Roger Stahn, Fraubrunnen
    Die Frage stellt sich auch, warum am 18. Juli (nach Absturz MH17), das US-Spionageflugzeug "Rivet Joint" für einen Lauschangriff auf das russische Militär in internationalen Luftraum flog? Das rus. Militär begann den US-Flieger mit landgestützten Radar zu verfolgen & liessen einen Abfangjäger aufsteigen, um das US-Flugzeug abzudrängen. Die Besatzung der RC-135 war dermassen beunruhigt, dass sie ohne Zustimmung des schwed. Militärs in schwed. Luftraum eingedrungen sind, beim sofortigen Rückzug.
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    1. Antwort von Peter Oppliger, Walenstadt
      Bei Ihnen könnte man den Eindruck bekommen,dass Sie es kaum erwarten können das ein Krieg losgeht.Ständig wie vernarrte jede Luftraumbewegung melden,als seien diese so wichtig.Und wenn sie das nicht sind,dann macht man Sie halt wichtig.Mich interessiert es auch wer für den Abschuss für MH17 verantwortlich ist,doch alles Spekulieren hat doch auch mal ein Ende.Jetzt ist die Zeit zum warten,die Spezialisten sind am arbeiten,irgendwann wird man mehr erfahren.
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    2. Antwort von Roger Stahn, Fraubrunnen
      Meine Person ist ja nicht Thema, Herr Oppliger und Ihre Einschätzung zu meiner Person liegt meilenweit ausserhalb der Realität. Was mich betrifft, so interessieren mich lediglich die Fakten und zur Analyse ist jedes Detail zum Thema äusserst wichtig, um eine korrekte Lagebeurteilung vornehmen zu können, respektive den Gesamtkontext überhaupt verstehen zu können.
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    3. Antwort von M.Krebser, Thun
      Richtig Herr Stahn, ich bin auch ihrer Meinung. Uns wird nur ein Teil der Information in den MSM geliefert was wirklich vor Ort geschieht. Deshalb mann muss selber viel recherchieren, verschieden Fakten und Informationen sammeln um dieses Puzzle und den Zusammenhang zu verstehen.
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    4. Antwort von Peter Oppliger, Walenstadt
      Wenn Sie meinen Kommentar richtig lesen,merken Sie dass ich ihre Person nicht zum Thema gemacht habe,sondern eine ganz normale Kritik zu ihren Kommentaren abgegeben habe.Es mag für Sie wichtig sein jedes Detail zu analisieren und zu beurteilen,um zu verstehen.Doch heisst das nicht das es andere auch interessiert.Zudem um den Gesamtkontext verstehen zu können,muss man etwas verstehen von Politik und deren Zusammenhänge,und nicht warum ein Flugzeug am Tag danach einen Lauschangriff vornahm.
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    5. Antwort von Peter Oppliger, Walenstadt
      Ergänzung:Zudem verstehe ich diese Plattform als Diskussionstreffpunkt um die verschieden Standpunkte darzulegen.Da ist es schlicht nicht nötig Meldungen die man ja sowieso in den Nachrichten erfährt,hier nochmals zu lesen,wie es hier bei ihrem Kommentar der Fall ist.
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