Russische Touristen rasen mit gestohlenem Schneemobil in den Tod

In den Dolomiten in Norditalien ist eine Gruppe Russen von einer gefährlichen Piste abgekommen und in die Tiefe gestürzt. Die leichtsinnige Fahrt kostete sechs Menschen, vier Frauen und zwei Männern, das Leben. Zwei weitere Personen wurden verletzt.

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Unfall mit Schneemobil

0:30 min, aus Tagesschau am Mittag vom 5.1.2013
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Bildlegende: Der Unglücksort liegt in der Nähe von Cavalese. srf

Nach Schliessung der Skipisten am Freitagabend hatte die Gruppe das Schneemobil sowie einen für Lastentransporte vorgesehenen Schlitten gestohlen. Mit überhöhter Geschwindigkeit rasten sie die als besonders schwierig geltende Abfahrtsstrecke «Olimpia 2» herunter.

Fangnetz durschlagen

Zwischen Plateau und Mittelstation kam der Motorschlitten von der Piste ab, durchschlug die Fangnetze und stürzte einen rund 100 Meter tiefen Abhang hinunter. Fahrer und Beifahrer des Schneemobils überlebten dank des schnellen Einsatzes der Rettungskräfte schwer verletzt, die Menschen auf dem Lastenschlitten starben.

Zur russischen Gruppe gehörte auch ein Hotelierehepaar, das in Italien lebte. Die 51-jährige Frau des Chefs des Hotels «Sporting Cermis» zählt zu Toten. Ihr 58 Jahre alter Ehemann wurde schwer verletzt. Auch eine 48-jährige Frau und ihre zwei 16 und 25 Jahre alten Kindern fanden den Tod.