Russischer Oligarch muss gemeinnützige Arbeit leisten

Der Milliardär Alexander Lebedew, Besitzer des Hotel Gütsch in Luzern, ist von einem Moskauer Gericht zu 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit verdonnert worden. In einer TV-Sendung fühlte er sich von einem anderen Gast gepiesackt und schlug diesen nieder. Lebedew will das Urteil nicht akzeptieren.

Der russische Oligarch Alexander Lebedew guckt nach der Urteilsverkündung enttäuscht. (reuters) Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Enttäuscht nimmt der Milliardär Lebedew das Urteil wegen seiner Attacke während einer Fernsehshow zur Kenntnis. Reuters

Der Milliardär Alexander Lebedew muss 150 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Ein Gericht in Moskau verurteilte den Ex-Geheimdienstmitarbeiter wegen Körperverletzung.

Der Oligarch Alexander Lebedew hatte im November 2011 während einer Fernsehdebatte über die Finanzkrise seine Fäuste gezückt und den Unternehmer Sergej Polonski mehrmals ins Gesicht geschlagen.

Lebedews Anwalt ist mit dem Richterspruch nicht zufrieden. Er kündigte Berufung an. Das Urteil sei eine politische Rache gegen seinen Mandanten.

Lebedew gilt als Kritiker der russischen Führung. Der ehemalige KGB-Offizier betreibt in Russland unter anderem eine Bank und ist zusammen mit dem ehemaligen Präsidenten Michail Gorbatschow Teilhaber der oppositionellen Zeitung «Nowaja Gaseta». Lebedew ist zudem Miteigentümer der englischen Zeitungen «The Independent» und «The Evening Standard».