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International Russlands Machtdemonstration an Gedenkfeier

Russland hat heute den Sieg über Nazi-Deutschland gefeiert. 68 Jahre ist es her, dass die Alliierten Hitlers Truppen bezwangen. Ein Sieg, den Russland mit einer gewaltigen Militärparade auf dem roten Platz zelebrierte.

Legende: Video Russland feiert Sieg über Nazi-Deutschland abspielen. Laufzeit 00:48 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.05.2013.

Mit einer grossen Militärparade hat Russland den Sieg über die Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg gefeiert. Zum 68. Jahrestag des Kriegsendes marschierten unter den Augen von Präsident Wladimir Putin mehr als 11'000 Soldaten über den Roten Platz in Moskau, gefolgt von zahlreichen Panzerfahrzeugen. Kampfjets und Helikopter überflogen den zentralen Platz der Hauptstadt.

Es sei vor allem die Sowjetunion gewesen, welche die «abscheulichen und blutigen Pläne der Nazis» verhindert habe, sagte Putin bei der im Fernsehen übertragenen Zeremonie. «Unsere Soldaten bewahrten die Freiheit und die Unabhängigkeit, indem sie ihr Vaterland selbstlos verteidigten.» Im Anschluss an die Parade empfing Putin rund 2000 Veteranen im Kreml.

Soldaten marschieren
Legende: Der Rote Platz in Moskau ist heute fest in der Hand des Militärs. Keystone

Mythos wiederbelebt

Etwa 27 Millionen Bürger der Sowjetunion hatten während des Zweiten Weltkriegs ihr Leben verloren. Während in den meisten Ländern der 8. Mai 1945 als Tag der Kapitulation Deutschlands gefeiert wird, gilt in Russland der 9. Mai als Tag des Sieges.  
 
Das Land belebte die Parade im sowjetischen Stil im Jahr 1995 wieder, nachdem sie in den Wirren nach dem Zerfall der Sowjetunion vorübergehend nicht abgehalten wurde. Seit 2008 rollen bei dem Spektakel auch wieder Panzer über den Roten Platz.

Legende: Video Umstrittenes Geschichtsbild: Putins Schulbuch abspielen. Laufzeit 01:42 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.05.2013.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Noch eine letzte Ergänzung: Die Geschichte von der Überlegenheit der ruhmreichen sowjetischen Armee ist auch deshalb ein Märchen, weil es im Jahr 1941 möglich gewesen wäre, die Sowjetmacht zu zerschlagen. Zu Beginn der Invasion wurden die Deutschen noch von Hunderttausenden als Befreier begrüsst, das zeigen auch Filmaufnahmen von dieser Zeit. Wären diese Menschen zusammen mit der Wlassow-Armee von Anfang an als gleichwertig behandelt worden, wäre die Geschichte anders verlaufen.
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    1. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @Juha Stump: Sie haben recht u. mir sind solche Aufnahmen auch bekannt. Die Nazis in Ihrer Verblendung was die "Ueberlegenheit der arischen Rasse" anbelangt, haben es sich selbst zuzuschreiben, dass die Begeisterung der Balten, Ukrainer und der Völker im Kaukasus sehr bald umschlug.
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    An G. Himmelhan: Ich habe mich schon vor ein paar Jahren bei der Stadtverwaltung von Baden-Baden erkundigt. Da mein Urgrossvater aber etwa um das 1870 nach Zürich gekommen ist und die "Abmeldungsdokumente" den Bomben zum Opfer fielen, konnte man mir auch dort nicht mehr helfen, und zudem wollten sie auch noch wissen, ob die Stadt oder ein damals noch existierender Landkreis mit diesem Namen gemeint ist. Ich weiss, dass der Name Stump im badischen Raum noch heute häufig vorkommt.
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Wir wissen zwar, dass das Gedächtnis der Russen langatmiger ist als das von uns Westlern, aber diese Siegesparaden waren und sind für all jene, die nicht nur den "Sieg" sehen, jedes Mal eine Provokation. Damit wurde jahrzehntelang auch die Einverleibung des Baltikums und die Besetzung anderer osteuropäischer Länder gefeiert. Das grösste Verbrechen war jedoch, dass die letzten deutschen Kriegsgefangenen erst im Jahr 1955, ganze zehn Jahre nach dem Kriegsende, freigelassen wurden.
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    1. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @Juha Stump: Mein Onkel war einer derjenigen. War Zahlmeister in der deutschen Wehrmacht. Für CH-ler: Der Rang entsprach etwa dem Fourier in unserer Armee.
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    2. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Nomen est omen. Ich habe mir schon gedacht, dass Ihr Famlienname nicht von hier stammt. Ich habe mich ein bisschen über Sie informiert, so wie es möglich ist, sich auch über mich zu informieren. Da der Kontakt zu meinen badischen Verwandten schon vor etwa 100 Jahren zerbrochen ist, habe ich natürlich nie erfahren, wer von ihnen in den beiden Weltkriegen dabei war. Aber eines steht fest: "Stalingrad" bewegt uns noch heute - und so Betroffene wie Sie sicher noch viel mehr als mich.
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    3. Antwort von Gerhard Himmelhan, Naters
      Hr. Stump die Kreise ziehen sich immer weiter. In meiner Heimat im badischen gibt es auch den Namen Stump. Probieren sie es doch wieder. Dann könnt ihr vielleicht ein zentralbadisches Stump-Fest feiern und wenn wir noch weiter suchen stammt vielleicht der Hr. Girschweiler auch aus dem badischen dann machen wir einfach ein "Girsthim " Fest. Grüsse und einen schönen Tag
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    4. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @Juha Stump: Sie irren sich, meine Vorfahren sind vermutlich im 30 jährigen Krieg aus dem Saarland in die Schweiz eingewandert und seit dieser Zeit im Zürcher Oberland heimatberechtigt. Mein Onkel mütterlicherseits war Deutscher aus Berlin, meine Mutter aber Auslandschweizerin aus Gossau ZH
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