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International Schandfleck der USA – Obama will handeln

Nach den Terroranschlägen 2001 rief Präsident Bush den «Global War on Terrorism» aus. Geblieben ist unter anderem ein Gefängnis mit 164 Häftlingen, willkürlich festgenommen, gefoltert, ohne Prozess festgehalten. So einfach schliessen, kann Obama Guantánamo nicht.

Zwei Häftlinge in Guantánamo.
Legende: Heute sitzen in Guantánamo noch 164 Menschen aus 23 Ländern ein, 14 davon befinden sich im Hungerstreik. Reuters

Exakt fünf Jahre nach seiner Wahl zum US-Präsidenten hat Barack Obama erneut bekräftigt, das umstrittene Gefangenenlager Guantánamo Bay auf Kuba schliessen zu wollen. Am Montag traf er sich dafür mit zwei Guantánamo-Beauftragten aus dem US-Verteidigungs- und dem Aussenministerium. Er will so viele Insassen wie möglich in andere Länder ausliefern.

Das Vorhaben Obamas ist nicht neu: Bereits in seinem ersten Wahlkampf 2008 hatte Obama versprochen, das Gefangenenlager zu schliessen. Er scheiterte aber am Kongress. Denn niemand wollte die potentiellen Terroristen aufnehmen. Es kam die Finanzkrise, Guantánamo wurde vergessen.

Zwar konnte Obama seither einigen Häftlinge entlassen, von einst 242 Gefangenen auf deren 164. Der Haken an der Sache jedoch bleibt: Wie mit Inhaftierten umgehen, gegen die keine harten Beweise vorliegen, deren Absicht zu terroristischen Aktivitäten aber gross ist? So schnell kann Obama das Problem wohl nicht lösen.

15 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Dann soll er doch endlich handeln, nicht nur immer davon reden. Wo ein Wille ist, sollte bekanntlich auch ein Weg sein.
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    @Björn Christen, Bern Dienstag, 05.11.2013, 15:16 Na jetzt sind sie wieder da.. und dabei, Europa inkl CH zu infiltrieren... das schliesst aber nicht aus, dass der heutige Terrorismus den USA zuzuschreiben ist.. deren skurile Politik eine Bedrohung fuer die Welt darstellt!
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    1. Antwort von Björn Christen, Nelspruit SA
      Man könnte sagen, dass die Stärke der USA, deren Möglichkeit auf islamischem Territorium Truppen einzusetzen, den islamischen Terrorismus befeuert hat. Aber so zu tun, als würde es den islamischen Terror nicht geben, wenn sich die Amis bloss zurückziehen würden, ist falsch. Es gibt zig Orte auf dieser Welt, wo es keine U.S.-Militärpräsenz gibt und Jihadisten am Werk sind, von Nigeria bis nach Indonesien. Islam ist eine Welteroberungsideologie - dar al-harb MUSS dar al-Islam unterworfen werden!
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Ein Schandfleck auf einem Schandfleck... Oder der wahre Schandfleck heisst USA... und Guantanamo ist deren Dekoration
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