Schweden kauft die Gripen-Flieger

Die Regierung in Stockholm wird 60 Kampflugzeuge bestellen. Kaufpreis, gesamt: rund 4,3 Milliarden Franken. Der Auftrag geht an den heimischen Rüstungskonzern Saab - voraussichtlich.

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Bildlegende: Ein Gripen-Flieger beim Start auf dem Militär-Flugplatz in Emmen, Oktober 2012. Keystone

Schwedens Regierung hat grünes Licht für die Bestellung von 60 Kampfflugzeugen des Typs JAS Gripen gegeben. Verteidigungsministerin Karin Enström nannte die Entscheidung «historisch». Sie werde Schwedens militärische Kapazität in der Luft
auf 30 Jahre sichern.

Die ersten Maschinen kommen 2018

Nach Informationen eines Radiosenders soll der Kaufpreis etwa 30 Milliarden Kronen betragen (rund 4,3 Milliarden Franken). Im Dezember hatte eine breite Mehrheit im Reichstag einer möglichen Bestellung von 40 bis 60 der Kampfjets zugestimmt. Die ersten Maschinen sollen 2018 ausgeliefert werden.

Der Staat kann die Bestellung bis 2014 wieder rückgängig machen, falls bis dahin weniger als 20 Kampfflugzeuge aus anderen Ländern verbindlich geordert sind.

Bisher konnte Saab den Gripen nach Südafrika, Tschechien und Thailand verkaufen. Angebote wurden an Indien, Brasilien und Dänemark gemacht.

Schweiz will 22 Flieger ordern

Die Schweiz hatte im November 2011 eine vorläufige Entscheidung für den Kauf von 22 Gripen angekündigt. Das Nachsehen hatten die Rafale des französischen Herstellers Dassault und der von EADS angebotene Eurofighter. Die Anschaffung des Gripen ist in der Schweiz allerdings umstritten.