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International Schweizer Aktivist in Israel in Polizeigewahrsam genommen

Ein Mitarbeiter einer Solidaritätsorganisation im Westjordanland wurde festgenommen. Er habe Gewalt gegen einen Polizisten anzuwenden versucht und die israelische Armeearbeit behindert. Vermutlich wird er bald ausgewiesen.

Ein 27-jähriger Schweizer, der ehrenamtlich für die palästinensische Organisation «International Solidaritiy Movement» (ISM) arbeitete, ist zusammen mit einem italienischen Kollegen von der israelischen Polizei in Hebron festgenommen worden. Die beiden werden seit Tagen festgehalten und dürften bald ausgewiesen werden.

ISM setzt sich gemäss eigenen Angaben mit gewaltfreien Mitteln für die Rechte der Palästinenser ein. Laut der Organisation versuchten die Männer israelische Soldaten daran zu hindern, mit scharfer Munition und Tränengas auf eine Gruppe palästinensischer Kinder und Jugendlicher zu schiessen, die Steine in Richtung der Soldaten warfen.

Die israelischen Behörden beschuldigten die Aktivisten der versuchten Gewalt gegen einen Polizeibeamten und der Behinderung der Armeearbeit. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten bestätigte am Sonntag, dass es Kenntnis von dem Fall habe.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Halbeisen, Bronscnhofen
    Viele denken, Steinewerfen sei harmos. Da werden natürlich auch gezielt Steine in die Winschutzscheiben der Autos geworfen, was auch schon zu Todesfällen geführt hat. Dass Soldaten auf kleine Kinder schiessen, scheint mir doch ein bisschen übertrieben.
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  • Kommentar von Urs Schmidlin, Riehen
    «International Solidaritiy Movement» (ISM) und andere in- und ausländische NGOs in Israel sind manchmal auch einfach als Provokateure aktiv, auch wenn sie sich selbst als "gewaltlos" bezeichnen. Dazu kommt; die NGO-Dichte in den palästinensischen Gebieten ist weltweit am höchsten, obwohl es auf der Welt weitaus schlimmere Krisengebiete gibt. Vielleicht ist ja das Hilfsbusiness in Palästina unterdessen auch selbst zum Problem geworden?
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    1. Antwort von Otto Würz, Winterthur
      @Herr Schmidlin: Mit welcher Unverfrorenheit gewisse Israel-Parteinehmer die Realität verdrehen überrascht mich ja inzwischen nicht mehr. Die Provokateure im Westjordanland sind einzig und allein die völkerrechtswidrigen israelischen Besatzer - Siedler wie Truppen.
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    2. Antwort von Björn Christen, Bern
      Ach @Wurz, im Internet gibt es zig Beweise in Photo- und Videoform, die zeigen wie diese palästinensischen Laienschauspieler sich für die internationale Presse und NGOs Oskar-reif als Opfer inszenieren, die sie gar nicht sind. Niemand hat besser begriffen, wie man sich für dumme, manipulierbare Westler ins Szene setzt als die Pallywood-Productions-Akteure. Da springen z.B. plötzlich Leute von der Bahre, die vor einer Minute noch 'schwerverwundet' vor laufender Kamera abtransportiert wurden.
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    3. Antwort von Björn Christen, Bern
      Ach @Würz, im Internet gibt es zig Beweise in Photo- und Videoform, die zeigen wie sich provozierende palästinensische Laienschauspieler für die internationale Presse und NGOs Oskar-reif als Opfer inszenieren. Niemand hat besser begriffen, wie man sich für dumme, manipulierbare Westler ins Szene setzt als die Pallywood-Productions-Akteure. Da springen z.B. plötzlich Leute putzmunter von der Bahre, die vor einer Minute noch 'schwerverwundet' vor laufender Kamera abtransportiert wurden.
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  • Kommentar von Marianne Roe, Gwatt
    Das ist richtig so - Istrael scheint konsequent und lässt sich nicht auch noch von "lästigen Ausländern" auf der Nase herum tanzen. Die Schweiz soll sich ein Vorbild nehmen.
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    1. Antwort von Otto Würz, Winterthur
      "Lästige Ausländer"? Hier geht es um das Westjordanland - das ist nicht Teil von Israel. Die israelische Armee hat überhaupt nichts verloren in diesem Gebiet.
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    2. Antwort von Albert Planta, Chur
      Die Schweiz soll sich ein Vorbild nehmen? Die Israelis haben den Palestinenser Land weggenommen und nicht umgekehrt.
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    3. Antwort von Edi Steinlin, 8903 Birmensdorf
      Schmidlin hat recht und solange sich die Palästinenser die Vernichtung Israels auf die Fahne geschrieben haben, dürfen die Israelis machen was sie wollen vor allem was ihrer Sicherheit dient.
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    4. Antwort von B. Küng, Seeland
      @ Steinlin: ja, das dürfen sie, aber nicht im von ihnen illegal besetzten Westjordanland und auch nicht in Gaza. Diese Gebiete stehen ganz klar den Palästinensern zu.
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    5. Antwort von Björn Christen, Bern
      @Küng - das Westjordanland ist genauso wenig 'illegal besetzt' wie Ostpreussen von den Russen und Polen. Das Westjordanland wurde nach dem ersten Angriffskrieg der Araber gegen Israel 1948 von Jordanien besetzt (damals schrie 'komischerweise' noch kein sog. 'Palästinenser' nach einem eigenen Staat). Im '67er Krieg, als Jordanien Israel angriff, verlor man das Territorium an die Israeli. Wer Krieg anzettelt, hat kein Anrecht darauf, sich hinterher über territoriale Verluste zu beschweren.
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