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Unwetter über Südost-Afrika Schwerer Wirbelsturm in Madagaskar: Bisher 50 Tote

Legende: Video Mindestens 110'000 Menschen wurden obdachlos (unkomm.) abspielen. Laufzeit 00:46 Minuten.
Aus News-Clip vom 12.03.2017.
  • Über mehrere Tage hat der Zyklon «Enawo» über dem ostafrikanischen Inselstaat Madagaskar getobt.
  • Der Sturm war am vergangenen Dienstag mit Windstärken von mehr als 230 Kilometern pro Stunde auf das Festland getroffen.
  • Die Zahl der Todesopfer ist mittlerweile auf mindestens 50 gestiegen.
Palmen biegen sich im Sturm
Legende: Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 230 Kilometern pro Stunde war der Zyklon über die Insel gefegt. ebu

Die Zahl der Toten nach dem tropischen Wirbelsturm «Enawo» im afrikanischen Inselstaat Madagaskar ist auf mindestens 50 gestiegen. Nach offiziellen Angaben sind weitere 183 Menschen verletzt, 20 werden nach der Naturkatastrophe noch immer vermisst.

Mehr als 110'000 Menschen haben durch den Tropensturm ihre Häuser und Wohnungen verloren. Am schlimmsten getroffen wurde nach Angaben der Vereinten Nationen der Nordosten des Landes.

Unwetter über Madagaskar

Madagaskar wird immer wieder von schweren Wirbelstürmen getroffen. 2012 fegten innerhalb weniger Wochen die Zyklone «Giovanna» und «Irina» über die Insel. Dabei kamen mehr als 100 Menschen ums Leben.

Madagaskar zählt der Weltbank zufolge zu den ärmsten Ländern der Welt.

Ein Grossteil der Region sei weiterhin ohne Strom. Grosse Schäden gebe es auch in der Landwirtschaft, etwa auf den Reisfeldern.

Satellitenbild des Wirbelsturms
Legende: Nur langsam hatte der Tropensturm in den vergangenen Tagen an Kraft eingebüsst. nasa

Der Zyklon war am vergangenen Dienstag mit Windstärken von mehr als 230 Kilometern pro Stunde auf das Festland getroffen, am Mittwoch erreichte er die Hauptstadt Antananarivo. Auf dem Weg nach Süden verlor er an Kraft.

Begleitet wurde «Enawo» von heftigen Regenfällen. Felder und Strassen wurden überschwemmt.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Helvetas hat unterdessen, zusammen mit anderen Organisationen, Nothilfe eingeleitet. Dringend gebraucht werden Notzelte, Eimer, Wasser und Seife, wie die überkonfessionelle Schweizer Hilfsorganisation in einer Mitteilung schreibt. Der Zyklon habe auch Sava, die grösste Vanille-Anbauregion der Welt, getroffen - ausserdem den Masoala-Nationalpark, der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört und vom Zürcher Zoo unterstützt wird. Leider trifft es immer die Armen dieser Welt.
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    1. Antwort von Christian Szabo (C. Szabo)
      Der Masoala Urwald dürfte sich von dem Sturm und Regen schnell erholen. Beschädigt sind vermutlich menschliche Einrichtungen. Die teilweise Zerstörung der Vanille-Pflanzungen ist natürlich ein finanzieller Verlust für die Betreiber. Doch wie im Bericht steht, sind solche (massiven) Zyklone ja nichts Aussergewöhnliches auf Madagaskar. Gutes Gelingen beim Wiederaufbau der Infrastruktur.
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  • Kommentar von Thomas Hesse (Thomas Hesse)
    Leider ist es der super korrupten Regierung völlig egal, wie es der Bevölkerung geht. Lieber stopfen sie sich die Taschen voll. Die westliche Welt schaut zu und versucht mit Sanktionen die Regierung in die Knie zu zwingen, was aber völliger Unsinn ist und die Bevölkerung noch mehr leiden lässt. Sehr tragisch, besonders wenn man das Land kennt und sehr schätzt. Auch hat Madagascar enorme Bodenschätze und wäre ein sehr wohlhabendes Land. Grüsse aus Antanananrivo
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Mein Beileid an die überlebenden Opfer und Hinterbliebenen in Madagaskar. Die Insel liegt ja südlich des Äquators. Somit ist dort Ende Sommer. Vielleicht haben die Zyklone bei allem Schlimmen für Madagaskar etwas Gutes für Ostafrika, wo großflächig Dürren herrschen, und bringen dort endlich wieder einmal genügend Regen. Teilweise ist die Lage dort sehr dramatisch.
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