Serben in Kosovo erklären sich unabhängig

Die serbische Minderheit in Kosovo wehrt sich gegen das Normalisierungsabkommen zwischen Serbien und Kosovo. Sie haben sich für selbstständig erklärt. Ihre Hauptstadt soll aber Belgrad sein.

Die Serben in Kosovo haben sich für selbstständig erklärt. Damit stellen sie das von der EU vermittelte Normalisierungsabkommen zwischen Belgrad und Pristina
infrage. Die Abgeordneten aus den vier serbischen Gemeinden im Norden des
Landes haben in Zvecan ein separates Parlament gegründet.

Wahlboykott


«Unsere Hauptstadt ist Belgrad und unsere Republik Serbien», begründeten mehrere Redner den Schritt der Minderheit: «Wir wollen keinen anderen Staat und keine andere Staatsangehörigkeit» als die serbische.

Die Kosovo-Serben verweigern ihre Integration in das fast nur von Albanern bewohnte Kosovo. Dabei hatten Serbien und Kosovo genau dies mit einem kürzlich geschlossenen Normalisierungsabkommen bezweckt. Die für den November vorgesehene Kommunalwahl will die serbische Minderheit boykottieren. Die Wahlen sollten ein Kernstück des Vertrags sein.