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International Showdown um Führung der britischen Labour-Partei

Die Krise in der britischen Labour-Partei spitzt sich zu. Die Abgeordnete Angela Eagle ist der Ansicht, Parteipräsident Jeremy Corbyn sei unfähig, die regierenden Konservativen zu bezwingen. Nun will sie das Blatt selber in die Hand nehmen und kandidiert offiziell für den Posten als Vorsitzende.

Porträts von Angela Eagle und Jeremy Corbyn.
Legende: Die Abgeordnete Angela Eagle hat Parteichef Corbyn zu einer Urwahl der Parteibasis herausgefordert. Keystone

Die britische Labour-Partei könnte einen neuen Chef bekommen. Die Abgeordnete Angela Eagle hat offiziell Jeremy Corbyn im Rennen um die Parteispitze herausgefordert. Damit steht wieder eine Urwahl der Parteibasis bevor. Ob und wann es zu einer allfälligen Neuwahl kommt, ist noch unklar.

Kritik an Labour-Chef Corbyn

Sie wolle eine gute Premierministerin für Grossbritannien werden, sagte Eagle. «Ich liebe meine Partei und mein Land. (..) Ich bin bereit zu führen.»

Eagle spricht Corbyn Führungsfähigkeiten ab. Sie wirft ihm als Parteichef unter anderem einen halbherzigen Kampf gegen den EU-Austritt vor. Der 67-jährige Corbyn, der als ausgesprochen Linker gilt, war im vergangenen September an die Spitze gewählt worden. Erst kürzlich hatten ihm die Labour-Abgeordneten das Misstrauen ausgesprochen.

Zuständig für Wirtschaft

Eagle war bis zu ihrem Rücktritt im Juni 2016 zuletzt für Wirtschaft im Schattenkabinett von Jeremy Corbyn zuständig. Gemeinsam mit anderen Mitglieder verliess sie aus Protest das Schattenkabinett Ende Juni nach dem Brexit-Votum.

Die 55-Jährige ist in vielerlei Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung. Die kämpferische Politikerin sorgte vor allem privat für einen Donnerschlag: Vor acht Jahren ging sie mit ihrer langjährigen Freundin eine eingetragene Partnerschaft ein – das Bekenntnis sorgte damals für grosses Aufsehen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Sebastian Frey (Sebastian Frey)
    Angela Eagle und andere des rechten Parteiflügels bekämpfen Corbyn schon seit seiner Wahl 2015, mit dem Brexit dürfte dies wenig zu tun haben. Dazu kommen alleine letzte Woche rund 100'000 Neueintritte in die Labour Partei, wohl klar als Corbyn-Unterstützer. (Betr dem rechten Parteiflügel, den Machenschaften weiss der Blogger Steve Topple interessantes zu berichten. Stichwort; Verwicklung der PR-Agentur Portland Communications)
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