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International Slowakisches Dorf will keine Flüchtlinge für Österreich aufnehmen

Keine Flüchtlingsbetreuung für die Österreicher: In einer Volksabstimmung lehnten es die Bürger eines Dorfes ab, 500 Asylbewerber unterzubringen. Ein Sprecher der slowakischen Regierung erklärte, das Referendum sei zwar rechtens, aber für die Regierung nicht bindend.

Ein Plattenbau aus Gabcìkovo
Legende: In slowakischen Gabcìkovo sollen Flüchtlinge, die in Österreich um Asyl gebeten haben, untergebracht werden. Keystone

Nach Angaben des slowakischen Innenministeriums sollen trotz der Abstimmung noch in diesem Monat die ersten Asylbewerber aus Österreich in Gabcìkovo eintreffen. Man begreife die Panik im Dorf nicht.

Der Bürgermeister von Gabcìkovo appellierte demgegenüber an die Regierung, die Abstimmung ernst zu nehmen, 500 Asylbewerber auf 5'000 Einwohner seien einfach zu viele. Aus Österreich gibt es noch keine Reaktion auf die Abstimmung.

«Unterbringung im Ausland: erbärmlich und grotesk»

Österreichs Innenministerium hatte im Vorfeld den Vertrag mit der Slowakei verteidigt. Österreichs Erstaufnahmezentren seien überfüllt und zudem komme die Unterbringung der Asylbewerber im grenznahen Ausland unter dem Strich billiger.

Amnesty International kritisierte dies als erbärmlich und grotesk. Man gebe Flüchtlinge quasi in der Gepäckaufbewahrung ab. Für Österreichs Asyl-Koordination verstösst der Vertrag auch gegen das Asylrecht.

Illegaler Status in Slowakei

Da das Asylverfahren weiterhin in Österreich bearbeitet werde, hielten sich die Asylbewerber dann eigentlich illegal in der Slowakei auf und dürften sich damit nicht frei bewegen, schreibt Amnesty International. Es sei unwürdig, wenn ein Asylantrag schliesslich abgelehnt werde, die Bewerber nach Österreich zurückzuführen und dann von dort auszuschaffen.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Hoffentlich weigert man sich Osteuropa weiterhin kategorisch, seine Länder afrikanisch-arabisch-orentialisch-islamisch infiltrieren zu lassen - es wäre der Anfang vom Ende. Die erschreckenden Zustände in Westeuropa sprechen eine deutliche Sprache. NEWSFLASH: Bis ins Jahr 2100 wird sich die Bevölkerung Afrikas auf 4 Milliarden VERVIERFACHEN! Wenn wir nicht endlich aufwachen und aus Europa eine Festung machen, wo wir die Einwanderungsregeln bestimmen, werden wir zu einer afrikanischen Kolonie!
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    1. Antwort von A.Käser, Zürich
      B.C./Bis in's Jahr 2100 könnte man einfach auch mal über Familienplanung und Geburtenregelung nachdenken und diskutieren.Oder sieht unsere Zukunft so aus,dass wir beim"nächsten Durchgang"auf diesem Planeten,in einem überhitzen und übervölkertem afrikanischen Kontinent,unter katastrophalen Umständen,unser Bewusstsein erweitern müssen?Kann nicht behaupten,dass es so sein wird.Weiss selbst nichts Genaueres. Aber,dass es nach dem angeblichen Tod,1:1 weitergeht,weiss ich mit absoluter Bestimmtheit.
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  • Kommentar von Marcel Chauvet, Neustadt
    Wenn sich die europäischen Völker so gegen Asylanten wehren, darf keine Beihilfe zur Flucht mehr geleistet werden. Die Migration aufgrund der Personenfreizügigkeit innerhalb der EU reicht schon zur Genüge. Asylverfahren und zwangsweise Abschiebung müssen unverzüglich durchgeführt werden. Es ist ja geradezu grotesk, wenn das dichtestbesiedelte D nach den dünnstbesiedelten USA das größte Einwanderungsland ist, was auch noch von einschichtigen Politikern als total super gepriesen wird.
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  • Kommentar von Patrik Schaub, Zunzgen
    Ich höre immer "Amnesty International". Eine Art Sekte, die die Länder oberhalb des Aequators bestrafen will, weil die Länder unterhalb des Aequators nix die Laus auf die Reihe kriegen. Frau Helmers weiter unten, bringt es auf den Punkt: Muss Europa auch noch dafür sorgen, dass die Milliarden, die seit Jahrzehnten von E nach A fliessen, im richtigen Kässeli landen?
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