Solarstreit mit China gewinnt an Schärfe

Keine Lösung in Sicht: Peking warnt EU vor Strafzöllen gegen chinesische Solarfirmen. Doch Brüssel will unnachgiebig bleiben.

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Solarpanels aus China unerwünscht

1:39 min, aus Tagesschau vom 4.6.2013

Im Solarstreit mit der EU hat der Chinas Ministerpräsident Li Keqiang die EU-Kommission vor Strafzöllen gewarnt. Li habe seine Bedenken in einem Telefonat mit Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso deutlich gemacht, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

China lehne Protektionismus und den Missbrauch von Handelsinstrumenten entschieden ab. Die Regierung in Peking werde ihre Wirtschaftsinteressen verteidigen.

Staatliche Hilfen für Chinas Firmen

Die EU-Kommission wirft China Preisdumping bei Solarmodulen vor. Trotz deutlicher Warnungen aus Peking vor einem Handelskrieg hat sich EU-Handelskommissar Karel De Gucht zuletzt unnachgiebig gezeigt.

Die Solarindustrie ächzt unter dem Preiskampf mit China. Dutzende Unternehmen gingen bereits Pleite. Aber auch chinesische Solarfirmen schreiben tiefrote Zahlen und werden zum Teil mit staatlichen Hilfen am Leben erhalten.

 Die USA haben bereits Strafzölle gegen die chinesische Solarbranche verhängt.