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International Syriens Armee plant offenbar grosse Bodenoffensive

Die russischen Luftschläge in Syrien dauern voraussichtlich drei bis vier Monate. Derweil bereitet die syrische Armee allem Anschein nach eine grosse Offensive vor.

Legende: Video Syrischer Kommandant freut sich über russische Unterstützung abspielen. Laufzeit 02:11 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 02.10.2015.

Die russischen Luftangriffe in Syrien sollen nach Angaben eines einflussreichen Duma-Abgeordneten «drei bis vier Monate» dauern. Von diesem Zeitraum werde derzeit in Moskau ausgegangen, sagte Alexej Puschkow.

Es könne zwar nie ausgeschlossen werden, dass sich der Einsatz noch mehr in die Länge ziehe, sagte der Vorsitzende des aussenpolitischen Ausschusses gegenüber dem TV- Sender Europe 1. Aber in Moskau werde derzeit von Einsätzen über eine Dauer von drei bis vier Monate gesprochen.

Puschkow kündigte zudem an, dass sich die Luftangriffe noch intensivieren würden. «Ich denke, die Intensität ist wichtig», sagte der Ausschussvorsitzende. Die US-Koalition tue seit einem Jahr so, als ob sie den Islamischen Staat bombardiere, aber es gebe keine Ergebnisse. «Wenn man es effizienter macht, wird es Ergebnisse geben, denke ich», sagte er auch an die Adresse Washingtons.

«Russische Flugzeuge sind eine grosse Hilfe»

Währenddessen laufen in Syrien offenbar Vorbereitungen für eine grossangelegte Bodenoffensive – so besagen es Informationen aus Insiderkreisen.

In der Provinz Hama rüstet die syrische Armee zum Kampf. «Wir sind bereit zum Angriff, warten nur noch auf den Befehl. Die russischen Flugzeuge sind eine grosse Hilfe, denn hier arbeiten verschiedene Terror-Gruppen zusammen», sagt ein Kommandant der Armee.

Mit Lautsprecher-Durchsagen fordert die Armee die Bevölkerung auf, ihre Häuser zu verlassen, da es bald eine Spezial-Operation geben werde. Die Spannungen in der Region nehmen zu. «Vor zwei Tagen haben die Rebellen begonnen, Dörfer abseits der Strasse zu beschiessen. Dort gibt es kein Militär, die Dörfer sind neutrales Gebiet», so der Kommandant weiter.

Ruf nach Luftschlägen im Irak

Der einflussreichste schiitische Prediger im Irak, Grossayatollah Ali al-Sistani, rief dazu auf, den globalen Kampf gegen den IS zu auszuweiten. Ein Tag zuvor hatte der irakische Premier gesgat, er würde russische Luftschläge gegen den IS im Irak befürworten.

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23 Kommentare

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  • Kommentar von peter weber (Schamane)
    Russland arbeitet schon seit einigen Jahren intensiv mit dem Iran zusammen( z.B.Atomenergie). Assad wird eng vom Iran unterstützt. Die schiitische Hisbollah im Libanon unterstützt ebenfalls Assad. Alle vertreten schiitische Interessen, während der IS von Saudi Arabien und Katar (sunnitische Länder) unterstützt wird. Russland will Syrien als Verbündeten (nicht Assad) behalten und sichern. Auch ein späterer Angriff Irans auf den Irak und die IS-Gebiete ist mit russischer Unterstützung denkbar...
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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    Wie gesagt: Die grösste Sorge der USA mit ihren europäischen Papageien wird wohl sein, dass Russland effektiv und zielgerichtet gegen jedwelche Terroristen vorgeht. Da gibt es keine sogenannt "gemässigten Terroristen" (wenn ich das nur schon lese wird mir übel), die vielleicht heute mal nützlich sind und morgen auch wieder bekämpft werden müssen.
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    1. Antwort von Georg Benad (kreanga)
      Komisch.... über 1 Jahr bombardieren die USA angeblich den IS "erfolgreich" aber die IS breitete sich immer weiter aus..... Russland macht seit weniger als 1 Woche ernst und zeigt der Welt was ein echter Luftkrieg bedeutet und bums.... die Ölaugen bekommen das rennen.... Frage waren sie gegen die USA mutiger oder sind die Russen besser?
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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Jetzt , oh Wunder, will Assad plötzlich noch mit allen reden. Putin kriegt wohl schon bei Nennung des Wortes "Bodenoffensive" kalte Füße. Die syrische Armee steht in Wirklichkeit nur noch auf dem Papier. Taugt nur noch dazu mit Hilfe der Russen-Luftwaffe auf das eigene Volk Fass- und Premiumbomben abzuwerfen. Bestenfalls würden sie vor dem IS, wie die Iraker auch, das Hasenpanier ergreifen. Die Bodenoffensive müssten dann schon der Russe und die Iraner alleine machen.
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    1. Antwort von A. Schulze (A. Schulze)
      @Chauvet. Freuen Sie sich doch, dass Assad sich verhandlungsbereit zeigt. Oder wollen Sie weitere von der Regierung kontrollierte Gebiete in Schutt und Asche legen? Und Bodentruppen will kein Land für Syrien aufbringen. Weder D, Fr, USA und auch nicht RU. Das machen die Bürger nicht mit. Das sollten Sie eigentlich wissen.
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