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International Syriens blutiger Arabischer Frühling

Lange hielt sich die Hoffnung, dass der arabische Frühling in den islamischen Staaten zu einer Demokratisierung führen könnte. Doch der politische Umbruch wurde zum blutigen Leidensweg: In Syrien ist aus friedlichen Protesten ein brutaler Bürgerkrieg geworden. Eine Chronologie.

In Syrien gilt der «Tag des Zorns» am 4. Februar 2011 als Beginn des bis heute unvermindert andauernden Bürgerkriegs. Oppositionelle riefen damals auf Facebook zu einer friedlichen Demonstration auf, die aber kaum beachtet wurde. Einige Aktivisten wurden daraufhin verhaftet. Erste Todesopfer gab es im März 2011 an einer Demonstration in Daraa, wo Menschen gegen die Verhaftung von 15 Kindern protestierten, die Parolen auf Mauern gesprüht hatten.

Die Eskalation im syrischen Bürgerkrieg

Seit 2012 in «echter Krieg» und eine ohnmächtige UNO

Die UNO versuchte lange, die wachsenden Konflikte, auch über die syrische Grenze hinaus, einzudämmen. Ende Februar 2012 wurde der ehemalige UNO-Generalsekretär Kofi Annan von der UNO und der Arabischen Liga zum Sondergesandten für Syrien ernannt. Sein Sechs-Punkte-Plan sah einen Waffenstillstand und Gespräche zwischen beiden Seiten vor.

Der Plan hatte aber wenig Chancen, weil darin ein Rücktritt von al-Assad nicht vorgesehen war. Auch die eingesetzten UNO-Beobachter (UNSMIS) konnten Angriffe beider Seiten nicht eindämmen.

Im Juni 2012 sprach al-Assad nach einem Massaker in der Stadt Hula mit über 100 Todesopfern erstmals wieder vor dem syrischen Parlament und sagte, dass sich Syrien in einem «echten Krieg» und einer «Schlacht gegen Terroristen» befinde. Die aufständische Freie Syrische Armee kündigte daraufhin den Friedensplan auf. Auch die UNO-Beobachtermission musste abgebrochen werden.

Wachsende Kritik an der Politik Syriens

Kriegshandlungen, Flüchtlinge und Giftgas-Angriffe

Die internationale Kritik am syrischen Machthaber al-Assad nimmt weiter zu. Zudem treiben die Kriegsgräuel nach wie vor tausende Menschen in die Flucht.

Im Frühling und Sommer 2013 bekam der Bürgerkrieg noch ein anderes Gesicht: Rebellen und Regierung waren mit dem Vorwurf konfrontiert, gegen die eigene Bevölkerung chemische Kampfstoffe einzusetzen.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Ich sehe die UNO und allen voran den Sicherheitsrat auch als zahnlosen Papiertiger. Schuld vor allem der „Zähne-Zieher“ Vetorecht. Andererseits wissen wir auch nicht, wie unsere Welt heute aussähe, wäre die Organisation nie ins Leben gerufen worden. Besser wohl kaum. In einem gebe ich Eddy Dreier recht. Sehr viele Probleme von heute, basieren auf eigennützige Fremdeinwirkung unserer Altvordern in der Vergangenheit. Deshalb sei gut Überlegt, wie stark wir uns in fremde Händel einmischen.
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  • Kommentar von B. Muller, Zurich
    Die Welt schaut zu, die UNO ist ohnmächtig?? - Für was haben wir eigentlich eine UNO? Um Konferenzen abzuhalten die scheinbar doch nichts bringen? Viele Fotos mit nettem Händeschütteln? Beamte in schönen Palästen mit fetten Gehältern? Ein Wasserkopf wie die EU der nichts bringt, aber endlos Steuergelder verschlingt.
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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Afrika hatte nie ein Mittelalter. Die Ländergründung war kein langer Prozess, sondern es waren die Europäer, die kurzerhand mit dem Lineal Linien durch Afrika machten und verfeindete Stämme, Religionen, etc in einem Land zusammenfassten und andere, sehr nahe Stämme wurden durch die Linie getrennt... Ich finde es gar nicht mal so schlecht, wenn Afrika nun diesen Entwicklungsprozess des Mittelalters durchmacht - lieber ein Schrecken mit Ende...
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Syrien liegt nicht in Afrika und auch sonst können sie nicht mit realistischen Ideen aufwarten. Wie wäre es, wenn man sich zuerst umfassend informieren würde?
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    2. Antwort von Eddy Dreier, Burgdorf
      Ich glaube, Sie und Marlene Zelger aus Stans würden ein prima Paar abgeben. Beide notorische Besserwisser, beide Opfer der Propaganda des kalten Kriegs, beide leisten keinen Beitrag zur Meinungsbildung, aber kritisieren ununterbrochen ohne Konstruktivität die Meinung anderer. Und dank ihrem Input habe ich mich zum ersten Mal informiert, Syrian liegt ja in Nordamerika... :D
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    3. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @E. Dreier: A. Planta hat völlig recht. Die Staatengründungen im Mittleren Osten (Levante) hatten ganz andere Vorraussetzungen als in Afrika, 40 Jahre später u. nach dem 2 WK. Es waren die Nachfolgestaaten des Osman. Reiches, welches die Allierten als Mandat des Völkerbundes nach dem 1. WK in versch. Konferenzen (Lausanne, Locarno, San Remo etc.) erhielten. Sie sollten sich wirklich besser informieren.
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    4. Antwort von Eddy Dreier, Burgdorf
      Bitte beachten Sie, das man mit 500 Zeilen nicht jedes Detail, jeder Unterschied und jede Ausnahme erwähnen kann. Also ich werde deshalb nicht schlecht schlafen...
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