Zum Inhalt springen

International Syrische Flüchtlinge sollen in der Türkei arbeiten können

Die Türkei plant offenbar, syrischen Flüchtlingen Arbeitsbewilligungen zu erteilen. Damit will sie sie von der Weiterreise nach Europa abhalten.

Flüchtlinge in der Türkei stehen um ein wärmendes Feuer herum.
Legende: Statt nur warten: Syrische Flüchtling sollen in der Türkei einer Arbeit nachgehen können. Keystone

Die Türkei soll auf Verlangen der EU mehr tun, damit dort ankommende Flüchtlinge nicht weiter nach Europa strömen. Dazu will das Land nun Syrern Arbeitsbewilligungen erteilen.

Das sagte der türkische Europa-Minister Volkan Bozkir der Nachrichtenagentur Reuters nach einem Gespräch mit dem Vize-Präsidenten der EU-Kommission, Frans Timmermans. Im Gegenzug erhalte die Türkei von der EU Finanzhilfen in der Höhe von drei Milliarden Euro.

Türkei als Flüchtlings-Hotspot

Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs vor sechs Jahren sind über zwei Millionen Syrer in die Türkei geflohen. Viele der syrischen Flüchtlinge wollen weiter nach Westeuropa, weil sie in der Türkei weder arbeiten können noch finanzielle Unterstützung erhalten.

Im vergangenen Jahr sind nach türkischen Regierungsangaben zudem mehr als 150'000 Menschen illegal ins Land gekommen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Die Türkei will Arbeitsbewilligungen erstellen und die EU zahlt dafür. Nur wo ist die Arbeit für die Bewilligung? Was sind denn das wieder für Märchen und Erpressungen in einem Paket. Das ist super schlau, Geld für Arbeit die es gar nicht gibt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Dölf Meier (Meier Dölf)
    Unerwähnt bleibt, dass bald noch mehr Türken nach Europa strömen werden und dann der Zusammenbruch der EU beginnen kann.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Die Türkei rechnete erst mit 200.000 Flüchtlingen aus Syrien. Inzwischen sind es etwa 2 Millionen geworden. Weder die Türkei noch R. Erdogan hat diese Menschen in die Türkei eingeladen. Sie sind in die Türkei geflüchtet und sie davon abzuhalten war unmöglich, da die Türkei 877 Kilometer Grenze zu Syrien hat. Dazu hat die Türkei 7816 Kilometer Küste. Wie und wer kann da Flüchtlinge aufhalten wenn sie woanders hin gehen möchten, z. B. nach Europa?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Nichts, niemand und keine Massnahme; dieser Realität müssen wir uns stellen. Wesentlich wäre, den Flüchtlingen nicht ein neues Heimatland anzubieten, sondern ihnen die Sachmittel (kein Geld; das fördert direkte Korruption!) zur Verfügung zu stellen und Fähigkeiten zu vermitteln, ihre alten zerstörten Heimatländer mit tragfähigen Strukturen wieder aufzubauen. Vorgeschriebene politische oder gesellschaftliche Strukturen, wie sie von den EUSA zu erzwingen versucht worden sind, gehören nicht dazu.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen