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Raketentest im Iran Teheran reagiert auf US-Sanktionen mit Manöver

Der Iran hat in einer Militärübung weitere Raketentests durchgeführt. Auch Radarsysteme und Cyberwaffen sollen getestet worden sein.

Legende: Video Iran lässt die Muskeln spielen abspielen. Laufzeit 01:11 Minuten.
Aus Tagesschau vom 04.02.2017.

Worum geht es? Der Iran hat ein Manöver mit weiteren Raketentests begonnen. Das Manöver in der zentraliranischen Provinz Semnan solle die «Stärke der iranischen Revolution demonstrieren», erklärten die Revolutionsgarden. Staatliche Nachrichtenagenturen berichteten, bei der Übung sollten unter anderem Raketen, Radarsysteme und Cyberwaffen getestet werden.

Warum gerade jetzt? Die Übung sei eine Antwort auf die jüngsten Strafmassnahmen, hiess es auf der Internet-Seite der iranischen Revolutionsgarden. Am Freitag verhängte das US-Finanzministerium als Reaktion auf den Raketentest vom vergangenen Wochenende neue Sanktionen gegen 25 Firmen und Einzelpersonen im Iran und in China, die nach Einschätzung der USA das iranische Raketenprogramm und die Revolutionsgarden unterstützen.

Der Iran ist zudem eines der sieben muslimischen Länder, die vom vorübergehenden US-Einreiseverbot betroffen sind, das Präsident Trump in der vergangenen Woche verhängt hatte. Trump hatte weiter auch erklärt, er schliesse als Reaktion auf den Raketentest nichts aus.

Was sagen die USA? Trotz der jüngsten Differenzen mit dem Iran planen die USA nach den Worten von Verteidigungsminister James Mattis keine Aufstockung ihrer Truppen in Nahost. «Ich sehe zum jetzigen Zeitpunkt keinen Anlass, die Zahl der Soldaten, die wir im Nahen Osten haben, zu erhöhen», sagte Mattis.

Allerdings bestehe immer die Möglichkeit, es doch zu tun. «Im Moment ist es meiner Meinung nach aber nicht nötig.» Die USA hätten den Iran jedoch genau im Blick. Er bezeichnete das Land als «grössten einzelnen staatlichen Unterstützer von Terrorismus in der Welt». Die USA würden den Kurs Irans nicht mehr wie unter Obama ignorieren.

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28 Kommentare

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  • Kommentar von marco Schäfer (open YOUR eyes)
    Wer die Rede von Herr Trump bei der "aipac" Versammlung gesehen hat, merkt ziemlich schnell, dass Herr T. Und seine israelischen Freunde völlig den Bezug zur Realität verloren haben.... Sehr gefährlich diese Menschen Gottes....
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  • Kommentar von Benito Boari (Benedikt Ali)
    Plötzlich werden Staaten wie der Iran noch zu einer Art Vorbild wie man sich den USA gegenüber verhält.
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    1. Antwort von Christian Szabo (C. Szabo)
      Der Iran muss nicht und ist auch nicht unser Vorbild. Dazu sind die Gesellschaftsformen inkl. Religion zu verschieden. China gibt dem Iran Rückendeckung (aus strategischen Interessen). Deshalb auch die im Bericht erwähnten Sanktionen. Es ist ein Stellvertreter-Konflikt. Gegen China hat Mattis moderatere Töne angeschlagen, weil er als Berufssoldat ahnt, eine direkte Konfrontation ist heikel. Wenn Heuchelei weh täte, müssten gewisse Leute Tag und Nacht vor Schmerz schreien.
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  • Kommentar von Hans Fürer (Hans F.)
    Wer kann es dem Iran verargen? Da haben sie das Atom-Abkommen unterzeichnet und auch eingehalten, und die USA lassen die wichtigsten Sanktionen dennoch bestehen, ja verschärfen sie sogar wieder. Wer die Geschichte genau verfolgt, weiss, dass die USA seit bald 100 Jahren für den heutigen Zustand im Nahen und Mittleren Osten hauptverantwortlich sind. Und nun will man dem Iran sogar Massnahmen zur Selbstverteidigung verbieten.
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    1. Antwort von Juha Stump (Juha Ilkka Stump)
      Es könnte dem Iran nicht schaden, sich endlich wirklich friedliebend zu verhalten. Wer auch jetzt noch - unter dem angeblich gemässigten Präsidenten Rohani - Israel mit der Vernichtung droht, darf sich nicht wundern, wenn andere finden, dass dieses Land halt doch nicht so "lieb" ist, wie auch im Westen und hier im Forum viele es sehen wollen.
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