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International Thailands Regierungsgegner geben nicht auf

Trotz der blutigen Gewalteskalation vom Dienstag harren tausende Demonstranten vor dem provisorischen Amtssitz der Premierministerin aus – um sie auch von dort zu vertreiben.

In Thailand halten die Proteste gegen die Regierung an. Einen Tag nach ungewöhnlich schweren Unruhen in Bangkok mit fünf Toten zogen 3000 Menschen vor den provisorischen Regierungssitz von Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra.

Die Demonstranten forderten sie zur Aufgabe auch dieses Gebäudes auf, nachdem sie Yingluck bereits aus ihrem eigentlichen Amtsitz vertrieben hatten.

Die Regierungschefin vermied ein Zusammentreffen mit ihren Kritikern. Die Polizei erklärte, sie versuche vorerst nicht, weitere Protestlager zu räumen.

Yingluck hatte vergeblich versucht, durch Wahlen die Proteste zu beenden. Ihre Gegner aus Bangkoks Mittelschicht, der königsnahen Elite und der Opposition im Süden des Landes werfen ihr Korruption, Verschwendung von Steuergeldern und Klientelpolitik vor. Ihre Anhänger halten ihr zugute, dass sie sich um die ärmeren Schichten kümmere.

Seit Beginn der Proteste im vergangenen November starben 15 Menschen, über 700 Personen wurden verletzt.

1 Kommentar

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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Unabhängig von den möglichen Verfehlungen der aktuell Regierenden muss man sich bewusst sein, dass hier Oligarchen nicht für die Demokratie kämpfen, sondern nur für die Rückkehr an die Macht, die ihnen durch die Mehrheit in Wahlen abgeschnitten ist. Man hat es nicht mit einer redlichen Opposition zu tun, sondern mit der Gesellschaft der alten korrupten Elite. Der Weg zu wirklicher Demokratie ist in Thailand noch sehr weit.
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