Wahlen ins Unterhaus Theresa May will an Brexit-Fahrplan festhalten

Theresa May. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die amtierende Premierministerin Theresa May. Reuters

  • Die konservativen Tories der amtierenden Premierministerin Theresa May haben bei den britischen Parlamentswahlen die absolute Mehrheit verpasst.
  • Labour-Parteichef Jeremy Corbyn fordert Theresa May wegen des Wahlresultats zum Rücktritt auf.
  • Die Amtsinhaberin will jedoch mit der nordirischen Democratic Unionist Party eine Minderheitsregierung bilden – und sie hält am Brexit-Fahrplan fest.
  • Der Chef der Liberaldemokraten fordert hingegen die Aussetzung der Brexit-Verhandlungen.

Liveticker zu den Wahlen im Vereinigten Königreich

Der Ticker ist abgeschlossen.
  • 15 :10

    Danke für das Interesse – auf Wiedersehen

    Damit beenden wir den Live-Ticker zu den britischen Parlamentswahlen. Wir danken Ihnen für das Interesse. Hintergründe und Analysen zum Entscheid der britischen Bevölkerung finden Sie hier.

  • 14 :40

    EU-Ratspräsident Donald Tusk meldet sich zu Wort

    Im Gegensatz zu Theresa May scheint der Beginn der Brexit-Verhandlungen in den Augen von Donald Tusk nicht endgültig festzustehen. «Wir wissen nicht, wann die Brexit-Gespräche beginnen. Wir wissen aber, wann sie enden müssen,» schreibt der EU-Ratspräsident auf Twitter. Zudem richtet er einen Appell in Richtung Theresa May: «Versucht mit allen Mitteln zu verhindern, dass es am Ende keinen Deal gibt. Weil ihr gar nicht erst in Verhandlungen getreten seid.»

  • 14 :37

    Chef der Liberal-Demokraten fordert Aussetzung der Brexit-Verhandlungen

    Tim Farron fordert nach der britischen Parlamentswahl, die Austrittsverhandlungen mit der EU auf Eis zu legen. Das schlechte Wahlergebnis für die Konservativen zeige, dass die kompromisslose Brexit-Politik von Grossbritanniens Premierministerin Theresa May von den Briten nicht getragen werde, sagte der Chef der britischen Liberaldemokraten. Und weiter: «Es ist schlicht undenkbar, dass die Premierministerin die Brexit-Verhandlungen in nur zwei Wochen beginnen kann.»

    Video «Tim Farron: «Wenn May ein bisschen Selbstrespekt hat, tritt sie zurück.»» abspielen

    Tim Farron: «Wenn May ein bisschen Selbstrespekt hat, tritt si...

    0:15 min, vom 9.6.2017

  • 14 :30

    Die Erklärung von Premierministerin Theresa May im Video

    Video «Theresa May will mit DUC Regierung bilden» abspielen

    Theresa May will mit DUC Regierung bilden

    0:55 min, vom 9.6.2017

  • 14 :20

    Brexit-Verhandlungen beginnen in zehn Tagen

    Premierministerin May erklärte, dass die Brexit-Verhandlungen in zehn Tagen starten würden.

  • 14 :19

    Theresa May will neue Regierung bilden

    Premierministerin Theresa May will trotz deutlicher Sitzverluste bei den Parlamentswahlen eine neue Regierung bilden – mit Unterstützung der nordirischen Democratic Unionist Party (DUP). Diese werde «Gewissheit» bringen und das Land durch die Brexit-Verhandlungen führen.

  • 14 :01

    May tritt kurz vor die Medien

    May verkündet, dass sie von Queen Elizabeth II. den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten hat. Sie kündigt an, «dem Willen des Volkes Rechnung zu tragen» und Grossbritannien aus der Europäischen Union zu führen.

  • 13 :39

    Nein danke! Sinn Fein will nicht ins Unterhaus

    Die Abgeordneten der katholischen Sinn-Fein-Partei wollen auf die voraussichtlich sieben bei der Wahl gewonnen Sitze im britischen Unterhaus auch dieses Mal verzichten.

    Sinn Fein nimmt gewonnene Sitze traditionell aus Protest nicht ein. Eine Abkehr von diesem Brauch, um eine Mehrheit der Konservativen zu verhindern, schloss Parteichef Gerry Adams aus.

  • 13 :19

    Lachen hilft

    Gerade noch über britischen Humor gelästert und dann eiskalt von der Realität eingeholt. Grund dafür ist der Tweet von Crystal Palace.

    Der englische Erstligist reagierte staubtrocken auf einen Tweet. Dort hiess es in Anspielung auf Mays bevorstehenden Besuch im Buckingham Palace: «Jetzt ist es offiziell, sie (May) geht zu Palace.» Der Klub twitterte daraufhin: «Nichts ist offiziell, bevor wir es nicht bestätigt haben.»

    Ganz grosses Tennis.

  • 12 :57

    May am Nachmittag bei der Queen

    Theresa May will um 13.30 Uhr (MESZ) die britische Königin um die Genehmigung zur Regierungsbildung ersuchen. Das sagte ein Sprecher der Premierministerin.

    Unterdessen hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker seine Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass die Brexit-Gespräche durch das Wahlergebnis nicht verzögert werden.

    Video «Juncker nimmt Stellung» abspielen

    Juncker nimmt Stellung

    0:28 min, vom 9.6.2017

  • 12 :33

    Warten auf das Endergebnis

    Aller guten Dinge sind drei: Der Londoner Wahlkreis Kensington muss noch einmal ausgezählt werden. Das allerdings kann dauern. Denn die völlig erschöpften Helfer wurden am Vormittag nach Hause geschickt. Zuvor hatten sie schon zweimal ausgezählt. Weil es aber so knapp gewesen sei, solle es noch eine dritte Runde geben, so ein Beamter.

    Kensington ist der letzte Wahlkreis, der noch nicht ausgezählt ist. Möglicherweise wird deshalb das korrekte Endergebnis der Unterhauswahl erst am Samstag verkündet werden. An den Mehrheitsverhältnissen wird das aber nichts ändern.

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    Bildlegende: Keystone

  • 11 :56

    Ukip-Chef demissioniert

    Zu den Verlierern zählt auch die rechtskonservative Partei U.K. Independence Party (Ukip). Deren Chef Paul Nuttall zieht die Konsequenzen und kündigt seinen Rücktritt an. «Eine neue Ära muss beginnen mit einem neuen Vorsitzenden», sagte Nuttall. Die Partei hat ihren einzigen Parlamentssitz verloren. Die Ukip hatte unter ihrem früheren Parteichef Nigel Farage mit dem Brexit ihr wichtigstes politisches Ziel erreicht. Die Rechtspopulisten sind aber zerstritten über den künftigen Kurs ihrer Partei.

    Ukip-Chef Paul Nuttal. Bild in Lightbox öffnen.

    Bildlegende: Paul Nuttal, Chef der UK Independence Party Ukip. Reuters

  • 11 :36

    Corbyn weiter kämpferisch

    Labour-Chef Corbyn ist unterdessen vor seine Anhänger getreten und bedankt sich bei allen Wählern. Das Ergebnis sei der Ausdruck dessen, dass Premierministerin May die Stimmbürger völlig unterschätzt habe.

    Sollte er eine Minderheitsregierung stellen, werde er ein Land aufbauen, das für alle funktioniere und nicht nur für einige Wenige.

  • 11 :26

    May denkt nicht an Rücktritt

    Theresa May will trotz des Verlusts der absoluten Mehrheit bei der Parlamentswahl eine neue Regierung bilden. Dies sagte ein Sprecher Mays in London. Ihre konservativen Tories hatten bei der Wahl klare Verluste erlitten, während die oppositionelle Labour-Partei deutlich hinzugewann.

    Die britische Premierministerin will noch heute bei Königin Elizabeth II. um die Erlaubnis für eine Regierungsbildung bitten. Das teilte ein Regierungssprecher am Mittag mit. Sie strebe eine konservative Minderheitsregierung mit Duldung der nordirischen Democratic Unionist Party (DUP) an, hiess es in britischen Medien.

  • 11 :19

    Erster Mehrheitsbeschaffer dient sich an

    Die nordirische Democratic Unionist Party (DUP) erwägt die Unterstützung einer Minderheitsregierung der Konservativen. Das meldet der Fernsehsender Sky.

    Die DUP hat nach jetzigem Stand 10 Sitze im Unterhaus. Gemeinsam mit den Konservativen (aktuell 317 Sitze) würde eine knappe Mehrheit zustande kommen.

  • 10 :56

    Eine Verschiebung, eine Ankündigung

    Die für 11 Uhr angekündigte Erklärung von Theresa May vor den Medien wurde inzwischen ohne eine neue Zeitangabe verschoben.

    Unterdessen hat Labour-Chef Corbyn Premierministerin May erneut zum Rücktritt aufgefordert. Zudem machte er klar, dass seine Partei eine Minderheitsregierung anstrebt. Wegen der Sitz- und Stimmengewinne sei sie der eigentliche Wahlsieger.

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    Bildlegende: Keystone

  • 10 :25

    Bestes Ergebnis seit 70 Jahren

    Der Erfolg von Labour schlägt sich nicht nur in der Zahl der Sitze wieder. Jeremy Corbyn und seiner Partei gelang nämlich zudem der grösste Zuwachs an Wählerstimmen (in Prozentpunkten) seit 1945.

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    Bildlegende: twitter

  • 9 :45

    Eine Wahlkampfanalyse

    «Alle fragen sich: Weshalb hat Theresa May diese Wahlen ohne Not einberufen. Sie hatte doch eine absolute Mehrheit im Parlament», so SRF-Korrespondent Peter Balzli. Im Gegenzug habe Corbyn fast alles richtig gemacht.

    «Er ist im Wahlkampf dahin gegangen, wo Labour die sicheren Sitze hatte – während May in umkämpften Wahlkreisen auftrat. Und so hat man May jeden Abend an einem stimmungsarmen Platz gesehen, derweil Corbyn in einer jubelnden Menge junger Menschen auftrat.» Diese Bilder hätten am Ende eine Macht entwickelt, die keiner erwartet hatte.

    Video «Peter Balzli» abspielen

    Peter Balzli

    1:38 min, vom 9.6.2017

  • 9 :32

    Britischer Humor ist ...

    ... bekanntlich deftig und gewöhnungsbedürftig.

    Nichtsdestotrotz hier ein Best of der besten Tweets zur Wahl.

  • 9 :23

    Folgen auf die Wahlen Neuwahlen?

    Der finanzpolitische Sprecher von Labour, John McDonnell, kündigt den Versuch an, eine Minderheitsregierung zu bilden. Eine Koalition schliesst er aus. Einige Beobachter schliessen sogar eventuelle Neuwahlen nicht aus.